🇺🇾 Uruguay
Lavalleja
- Hauptstadt: Minas
- Einwohner: 59.175
- Fläche: 10.016 km²
- Typ: Die Departamentos
Lavalleja ist das Departamento, in dem Uruguay am wenigsten flach ist. Die Sierra de las Ánimas, der Cerro Arequita und die Hügelketten rundherum erreichen zwar nur wenige hundert Meter, geben der Landschaft aber ein Relief, das dem Rest des Landes fehlt. Für Uruguayer ist das Bergland, und sie fahren zum Wandern hierher.
Hauptstadt ist Minas mit rund fünfundzwanzigtausend Einwohnern, benannt nach den Bergwerken der Umgebung. Die Stadt liegt in einem Talkessel, hat ein Krankenhaus, Schulen und eine lebendige Innenstadt. Von hier führen Wege in die Sierras, zu Wasserfällen und zu den Quellen, aus denen das bekannteste Mineralwasser des Landes stammt.
Auf dem Cerro Verdún steht eine Marienstatue, zu der im April die größte Wallfahrt Uruguays führt. Zehntausende kommen dann in die Stadt.
Für Zugezogene ist Lavalleja interessant, wenn Landschaft zählt. Wandern, Reiten, Steinhäuser in den Hügeln, klare Nächte, kühlere Sommer als im Rest des Landes. Montevideo liegt gut hundertdreißig Kilometer entfernt, knapp zwei Stunden, die Küste bei Punta del Este eine gute Stunde.
Was fehlt, sind Fachärzte, Auswahl und jede ausländische Gemeinschaft. Wer damit umgehen kann, findet hier die schönste Landschaft des Binnenlands.
Charakter
Uruguays Bergland, so weit man in einem flachen Land davon sprechen kann: Sierras, Quellen und Wallfahrten.
Klima
Sommer mit 29 bis 32 Grad am Tag, in den Hügeln nachts angenehm kühl um 16 Grad. Winter mit 15 bis 17 Grad am Tag und 3 bis 5 Grad nachts, in den Tälern regelmäßig Frost. Rund 1.200 Millimeter Regen, im Winter oft nebelig.
Budget & Lebenshaltung
Ein Haus in Minas kostet im Jahresvertrag 200 bis 380 US-Dollar im Monat, ein Landhaus in den Sierras 300 bis 550. Grundstücke mit Hanglage sind günstig, erschlossene deutlich teurer. Lebenshaltung niedrig.
Deutschsprachige Community
Keine deutschsprachige Gemeinschaft. Einzelne Zugezogene aus Montevideo und aus Argentinien, die Landhäuser in den Sierras haben. Anschluss findet man über Wandern, Reiten und die Nachbarschaft in den kleinen Orten.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Cerro Arequita mit Höhle und Aufstieg
[*]Salto del Penitente, Wasserfall mit Wanderwegen
[*]Die Sierra de las Ánimas im Süden
[*]Die Wallfahrtsstätte auf dem Cerro Verdún
[*]Die Quellen und das Mineralwasserwerk bei Minas
[*]Villa Serrana, eine Feriensiedlung des Architekten Bonet in den Hügeln
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Feste & Traditionen
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[*]Die Wallfahrt zum Cerro Verdún im April, die größte des Landes
[*]Minas y Abril, ein Musikfestival mit Zehntausenden Besuchern
[*]Landwirtschaftsschau und Reiterspiele im Frühjahr
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Wirtschaft & Chancen
Bergbau auf Baustoffe, Mineralwasser, Rinder- und Schafzucht, Forst und Tourismus. Für Zugezogene realistisch sind Ferienvermietung, Gastronomie, Kunsthandwerk, Wanderführungen und Fernarbeit. Der Binnentourismus ist ganzjährig und nicht nur sommerlich.
Tipp
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[*]Häuser in den Sierras sind im Winter deutlich kälter als in Montevideo; ohne Holzofen wird es ungemütlich
[*]Villa Serrana lohnt einen Besuch auch ohne Kaufabsicht, allein wegen der Architektur
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