🇺🇾 Uruguay
Die Costa de Oro
- Hauptstadt: Atlántida
- Einwohner: 609.956
- Fläche: 4.536 km²
- Typ: Wo Auswanderer leben
Die Costa de Oro, die Goldküste, ist der Küstenstreifen des Departamento Canelones östlich von Montevideo. Auf gut sechzig Kilometern reihen sich Dutzende kleiner Badeorte aneinander: Atlántida, Parque del Plata, La Floresta, Costa Azul, Solís, jeder mit ein paar tausend Einwohnern, langen Sandstränden und Kiefern- und Eukalyptuswäldern dahinter.
Was diese Gegend für Zugezogene interessant macht, ist die Lage. Der internationale Flughafen Carrasco liegt zwanzig bis vierzig Minuten entfernt, Montevideo eine knappe Stunde. Man wohnt ländlich, mit Garten und Meer vor der Tür, und ist trotzdem in kurzer Zeit in der Hauptstadt, wenn man zum Facharzt oder ins Konzert will.
Die Orte selbst sind bescheiden. Kleine Supermärkte, eine Apotheke, eine Poliklinik, im Sommer ein paar Lokale mehr. Atlántida ist der größte und hat das meiste, einschließlich einer Bank und eines Gesundheitszentrums. Für alles Größere fährt man nach Pando, Canelones oder eben nach Montevideo.
Die Häuser sind meist einfache Sommerhäuser aus den fünfziger bis achtziger Jahren, viele davon schlecht gedämmt. Wer ganzjährig hier leben will, sollte darauf achten und im Winter besichtigen. Dafür sind Grundstücke groß und Preise niedrig.
Einwohnerzahl und Fläche beziehen sich auf das Departamento Canelones, zu dem die Küstenorte gehören; auf der Küstenkette selbst leben nur einige zehntausend Menschen, im Sommer ein Vielfaches.
Charakter
Eine Kette kleiner Badeorte zwischen Kiefernwäldern, dreißig Minuten vom Flughafen und trotzdem ländlich.
Klima
Sommer mit 27 bis 30 Grad, im Landesinneren wärmer als am Strand. Winter mit 14 bis 16 Grad am Tag und 7 bis 9 Grad nachts. Ständiger Wind vom Río de la Plata, hohe Luftfeuchtigkeit im Winter. Rund 1.050 Millimeter Niederschlag im Jahr.
Budget & Lebenshaltung
Ein kleines Haus im Jahresvertrag kostet 300 bis 550 US-Dollar im Monat, eine Wohnung in Atlántida 250 bis 400. Grundstücke sind günstig, ein einfaches Haus mit Garten ist ab dem niedrigen sechsstelligen Dollarbereich zu haben. Die Nebenkosten im Winter sind der eigentliche Posten.
Deutschsprachige Community
Eine wachsende Zahl von Zugezogenen aus Montevideo, die ins Grüne ziehen und pendeln, dazu Argentinier mit Ferienhäusern. Deutschsprachige leben vereinzelt hier, meist ohne Vereinsanbindung; wer Kontakt sucht, fährt nach Montevideo. Die Nachbarschaften sind offen, im Winter kennt man einander.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Der Adler von Atlántida, ein Betonbau von 1945 am Strand
[*]Die Kirche Cristo Obrero von Eladio Dieste in Estación Atlántida, ein Meisterwerk aus Backstein
[*]Die Kiefernwälder und Dünen zwischen La Floresta und Costa Azul
[*]Der Wochenmarkt in Atlántida
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Feste & Traditionen
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[*]Die Sommersaison von Dezember bis Februar, wenn sich die Orte füllen
[*]Fischerfeste an der Küste im Herbst
[*]Semana Criolla mit Reiterspielen im Hinterland
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Wirtschaft & Chancen
Tourismus, Bau, Handwerk und Versorgung der Sommergäste, dazu Landwirtschaft im Hinterland. Für Zugezogene realistisch sind Ferienvermietung, Renovierung und Bauleitung, Gartenbau und Fernarbeit. Die Nähe zu Montevideo öffnet zusätzlich den Arbeitsmarkt der Hauptstadt.
Tipp
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[*]Prüfe, ob das Haus an die Kanalisation angeschlossen ist; die meisten haben eine Sickergrube
[*]Im Winter fahren die Busse seltener; ohne Auto wird es hier eng
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