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Colonia del Sacramento

Colonia del Sacramento

Colonia del Sacramento ist die älteste Stadt Uruguays und die einzige, die aussieht wie aus einem anderen Land. Die Portugiesen gründeten sie 1680 als Gegengewicht zum spanischen Buenos Aires, und der historische Kern mit seinen unregelmäßigen Kopfsteingassen, den niedrigen Häusern und dem Leuchtturm steht seit 1995 auf der Welterbeliste der UNESCO.

Für Zugezogene ist die Stadt aus mehreren Gründen interessant. Sie ist mit gut 32.000 Einwohnern groß genug für Ärzte, Banken, Schulen und Auswahl im Supermarkt, aber klein genug, um sie zu Fuß zu bewältigen. Sie ist die einzige Stadt Uruguays mit einer schnellen Verbindung nach Buenos Aires: Die Fähre über den Río de la Plata braucht je nach Schiff eine bis drei Stunden. Und sie ist in den letzten zwölf Jahren spürbar gewachsen, vor allem durch Zuzug aus anderen Departamentos und aus dem Ausland.

Nach Montevideo sind es rund 180 Kilometer über eine gut ausgebaute Straße, zweieinhalb Stunden mit dem Bus. Zum Flughafen Carrasco entsprechend etwas länger.

Was Colonia ausmacht, ist die Mischung aus Tourismus und Alltag. Im Sommer und an Wochenenden ist die Altstadt voll, aber zweihundert Meter weiter lebt eine normale Kleinstadt mit Werkstätten, Schulhöfen und Vereinen. Wer die Ruhe des Landes will, ohne auf Versorgung zu verzichten, findet hier einen guten Kompromiss.

Charakter

Eine portugiesische Gründung von 1680 mit Kopfsteinpflaster, Weltkulturerbe und der Fähre nach Buenos Aires.

Klima

Sommer mit 28 bis 31 Grad am Tag, im Januar auch darüber, nachts um 19 Grad. Winter mit 15 bis 17 Grad und 7 bis 9 Grad nachts. Etwas wärmer und windgeschützter als die Atlantikküste, weil der Río de la Plata hier breit und ruhig ist. Rund 1.100 Millimeter Regen.

Budget & Lebenshaltung

Eine Zweizimmerwohnung kostet im Jahresvertrag 350 bis 600 US-Dollar im Monat, ein Haus mit Garten 500 bis 900. In der Altstadt liegen Kaufpreise wegen des Denkmalschutzes deutlich höher als im Rest der Stadt. Lebenshaltung insgesamt etwas günstiger als in Montevideo.

Deutschsprachige Community

Eine für uruguayische Verhältnisse spürbare ausländische Gemeinde, vor allem Argentinier, dazu Europäer und Nordamerikaner. Das Departamento Colonia wurde im 19. Jahrhundert von Schweizern, Deutschen und Waldensern besiedelt; deren Nachfahren leben in Nueva Helvecia und Colonia Valdense eine halbe Stunde entfernt. Deutschsprachige Angebote gibt es dort, nicht in Colonia selbst.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Der Barrio Histórico mit Calle de los Suspiros und Stadttor
[*]Der Leuchtturm auf den Ruinen des Konvents von San Francisco
[*]Die Basilika del Santísimo Sacramento von 1695
[*]Die Uferpromenade mit Blick auf die Lichter von Buenos Aires
[*]Real de San Carlos mit Stierkampfarena und Hotelruine
[*]Die Weingüter im Umland Richtung Carmelo
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Feste & Traditionen

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[*]Semana de Colonia im Januar mit Konzerten in der Altstadt
[*]Fiesta de la Vendimia, das Weinlesefest der Region im März
[*]Sonnenuntergangsritual am Hafen, wenn im Sommer alle auf der Mauer sitzen
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Wirtschaft & Chancen

Tourismus, Handel, Landwirtschaft und eine Freihandelszone. Für Zugezogene funktionieren Ferienvermietung, Führungen und Gastronomie mit eigenem Profil, dazu Fernarbeit. Die Nähe zu Buenos Aires bringt Wochenendgäste das ganze Jahr, nicht nur im Sommer.

Tipp

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[*]Wohnungen im Barrio Histórico sind schön und hellhörig; Familien wohnen besser im neueren Teil
[*]Nimm die schnelle Fähre nur bei ruhigem Wetter, bei Wind ist die langsame angenehmer
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