🇺🇾 Uruguay
Cerro Largo
- Hauptstadt: Melo
- Einwohner: 91.025
- Fläche: 13.648 km²
- Typ: Die Departamentos
Cerro Largo liegt im Nordosten an der Grenze zu Brasilien und ist Viehzuchtland in Reinform. Sanfte Hügel, endlose Weiden, einzelne Baumgruppen, dazwischen Estancias, die seit Generationen in denselben Familien sind. Auf über dreizehntausend Quadratkilometern leben gut neunzigtausend Menschen.
Hauptstadt ist Melo, eine Stadt mit rund fünfzigtausend Einwohnern, Krankenhaus, Handel und einer Universitätsaußenstelle. Im Osten liegt Río Branco am gleichnamigen Grenzfluss, gegenüber der brasilianischen Stadt Jaguarão, verbunden durch eine Brücke von 1930, die unter Denkmalschutz steht.
Die Nähe zu Brasilien prägt den Alltag. Man kauft auf beiden Seiten ein, viele Familien haben Verwandte drüben, und im Portuñol des Grenzlands mischen sich beide Sprachen. Für Uruguay ist das kein Randphänomen, sondern eine eigene Kultur.
Für Zugezogene ist Cerro Largo eine Gegend für Menschen, die Landwirtschaft im Sinn haben oder große Flächen suchen. Preise für Land gehören zu den niedrigsten des Landes. Der Preis dafür ist Abgeschiedenheit: Montevideo liegt gut vierhundert Kilometer entfernt, Fachärzte gibt es in Melo nur eingeschränkt, kulturelles Angebot ist überschaubar.
Wer Ruhe, Weite und Pferde sucht, findet hier mehr davon als irgendwo sonst.
Charakter
Weites Weideland an der brasilianischen Grenze, wo Rinder mehr zählen als Menschen.
Klima
Sommer mit 30 bis 33 Grad am Tag und 19 Grad nachts. Winter mit 17 bis 19 Grad am Tag und 6 bis 8 Grad nachts, im Juli Bodenfrost möglich. Rund 1.300 Millimeter Regen, im Sommer öfter Gewitter. Weniger Wind als an der Küste.
Budget & Lebenshaltung
Ein Haus in Melo kostet im Jahresvertrag 180 bis 350 US-Dollar im Monat. Weideland gehört zu den günstigsten des Landes, gemessen am Hektar. Lebenshaltung niedrig, dafür ist die Auswahl an Waren und Dienstleistungen begrenzt.
Deutschsprachige Community
Keine deutschsprachige Gemeinschaft. Die Bevölkerung ist stark ländlich und brasilianisch beeinflusst. Anschluss findet man über die Landwirtschaft, den Reitsport und die Nachbarschaft; ohne Spanisch geht hier gar nichts.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Die Brücke Mauá über den Río Yaguarón nach Brasilien
[*]Melo mit Kathedrale und dem Haus des Dichters Juana de Ibarbourou
[*]Die Sierra de Ríos mit Wasserfällen und Badestellen
[*]Die Laguna Merín im Südosten, ein riesiges Süßwasserhaff
[*]Estancias mit Übernachtung und Reitausflügen
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Feste & Traditionen
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[*]Semana de Melo im Oktober mit Reiterspielen und Musik
[*]Fiesta de la Patria Gaucha ist zwar in Tacuarembó, wird aber hier stark besucht
[*]Grenzfeste mit Jaguarão auf brasilianischer Seite
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Wirtschaft & Chancen
Rinder- und Schafzucht, Reis, Forstwirtschaft und Grenzhandel. Für Zugezogene realistisch sind Landwirtschaft, Pferdehaltung, Estancia-Tourismus und Handwerk. Der Arbeitsmarkt außerhalb der Landwirtschaft ist sehr dünn.
Tipp
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[*]Wer Land kauft, sollte Wasserstellen und Zaunzustand prüfen lassen, nicht nur die Fläche
[*]Im Winter werden Schotterwege nach Regen weich; ein Fahrzeug mit Bodenfreiheit ist Pflicht
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