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Wo du in Thailand besser nicht hinziehst: der tiefe Süden, die Grenze zu Kambodscha und Orte, die nur im Urlaub schön sind

Für vier Provinzen im Süden und den Grenzstreifen zu Kambodscha gelten Warnungen des Auswärtigen Amts. Andere Orte sind sicher, aber zum Leben ungeeignet: wegen Rauch, Hochwasser, Lärm oder fehlender Ärzte.

8 Min. Lesezeit · 🇹🇭 Thailand

Wo du in Thailand besser nicht hinziehst: der tiefe Süden, die Grenze zu Kambodscha und Orte, die nur im Urlaub schön sind

Thailand ist für die allermeisten Auswanderer ein sicheres Land. Es gibt aber Gegenden, in die du nicht ziehen solltest, und andere, die auf Urlaubsbildern besser aussehen, als sie sich im Alltag anfühlen. Dieser Artikel nennt beide. Die Sicherheitslage stammt aus den Hinweisen des Auswärtigen Amts vom 8. Oktober 2026 und kann sich ändern. Lies sie vor jeder Entscheidung selbst nach.

Der tiefe Süden

Von Reisen in die Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani an der Grenze zu Malaysia rät das Auswärtige Amt dringend ab. Dasselbe gilt für vier Bezirke der Provinz Songkhla: Chana, Na Thawi, Thepha und Saba Yoi.

In diesem Gebiet schwelt seit vielen Jahren ein Konflikt mit Aufständischen. Es kommt zu Anschlägen und Schießereien, es gelten Notstandsgesetze, und nächtliche Ausgangssperren sind möglich. Für Ausländer gibt es dort kaum Infrastruktur, und im Ernstfall kann die Botschaft nur eingeschränkt helfen. Viele Versicherungen zahlen nicht für Schäden in Gebieten, vor denen die Behörden warnen.

Der übrige Süden ist davon nicht betroffen. Phuket, Krabi, Koh Samui und die anderen Urlaubsorte liegen weit entfernt.

Die Grenze zu Kambodscha

Für einen Streifen von 20 Kilometern entlang der Grenze zu Kambodscha besteht eine Reisewarnung. Alle Grenzübergänge zu Kambodscha sind geschlossen. Der Streifen zieht sich durch sieben Provinzen: Trat und Chanthaburi im Osten, Sa Kaeo, Buri Ram, Surin, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani im Nordosten.

Für Auswanderer im Isan ist das wichtig, weil viele Dörfer und einige Familiengrundstücke thailändischer Partner in diesen Provinzen liegen. Die Provinzstädte selbst liegen meist außerhalb des Streifens. Prüfe trotzdem auf der Karte, wie weit dein möglicher Wohnort von der Grenze entfernt ist, und verfolge die Lage.

Der Norden in den Rauchmonaten

Chiang Mai und Chiang Rai sind keine gefährlichen Orte, im Gegenteil. Von etwa Februar bis April ist die Luft dort aber durch das Abbrennen von Feldern und Wäldern an vielen Tagen stark belastet. Wer eine Lungen- oder Herzkrankheit hat, sollte den Norden nicht als ganzjährigen Wohnsitz wählen oder von Anfang an einplanen, diese Monate woanders zu verbringen.

Wo das Wasser kommt

Weite Teile der Zentralebene liegen kaum über dem Meeresspiegel. In der Regenzeit stehen dort immer wieder Straßen und Häuser unter Wasser, auch in Teilen von Bangkok und seinem Umland. In einzelnen Jahren waren ganze Wohngebiete wochenlang überflutet. Auch im Süden und im Nordosten treten Flüsse regelmäßig über die Ufer.

Ob ein Haus betroffen ist, hängt oft von wenigen Metern ab. Frag die Nachbarn, wie hoch das Wasser in den letzten zehn Jahren stand, und schau, ob die Häuser der Straße auf Sockeln gebaut sind. Ein günstiger Preis ist manchmal genau damit zu erklären.

Die Vergnügungsviertel

In Pattaya, in Patong auf Phuket, am Strand von Chaweng auf Koh Samui und in einigen Vierteln Bangkoks gibt es Straßen, die vom Nachtleben leben. Dort ist es bis in den Morgen laut, die Preise sind auf Urlauber ausgerichtet, und Betrug und Taschendiebstahl kommen häufiger vor.

Zwei Straßen weiter kann derselbe Ort ruhig und angenehm sein. Besichtige eine Wohnung dort deshalb immer auch nach Mitternacht und am Wochenende. Wer im Urlaub mittendrin wohnen wollte, will es im Alltag selten.

Kleine Inseln

Inseln ohne eigenes Krankenhaus sind für einen Urlaub wunderbar und für ein Leben im Alter ein Risiko. Bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall entscheidet die Zeit bis zur Klinik, und sie hängt dort von einem Boot, vom Wetter und von der Tageszeit ab. In der Regenzeit fallen Fähren aus.

Dazu kommen höhere Preise, knappes Wasser in der Trockenzeit und häufige Stromausfälle. Wenn dich eine Insel anzieht, wähle eine mit eigenem Krankenhaus und Flughafen, wie Phuket oder Koh Samui.

Das Dorf des Partners

Viele Auswanderer ziehen in das Heimatdorf ihrer thailändischen Partnerin oder ihres Partners, oft im Isan. Das kann gut gehen. Bedenke aber, was du dort vorfindest: Niemand spricht Englisch oder Deutsch, das nächste gute Krankenhaus liegt eine Stunde oder weiter entfernt, es gibt keine anderen Ausländer, und du bist auf die Familie angewiesen.

Wer dort ein Haus baut, baut es auf Land, das ihm nicht gehört. Zieh zuerst für ein halbes Jahr zur Miete in die nächste größere Stadt und besuche das Dorf von dort aus.

Die Grenze zu Myanmar

Im Grenzgürtel zu Myanmar besteht das ganze Jahr ein erhöhtes Malariarisiko, und die Lage im Nachbarland ist seit Jahren unruhig. Als Wohnort kommen die abgelegenen Grenzbezirke für Auswanderer kaum in Frage. Wer dort wandert oder reist, lässt sich vorher reisemedizinisch beraten.

Woran du einen guten Ort erkennst

  • Ein Krankenhaus mit Notaufnahme ist in höchstens 30 Minuten erreichbar.
  • Es gibt eine Einwanderungsbehörde in der Nähe, zu der du viermal im Jahr musst.
  • Du kommst ohne eigenes Fahrzeug zu einem Laden und zu einem Arzt.
  • Es leben andere Ausländer dort, die länger als zwei Jahre geblieben sind.
  • Der Ort gefällt dir auch im April und in der Regenzeit.

Wo diese fünf Punkte zutreffen, steht in den Regionen auf dieser Seite. Verbring an deinem Wunschort mindestens einige Monate zur Miete, bevor du dich festlegst.

Stand: 9.10.2026

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