🇹🇭 Thailand
Nordthailand
- Hauptstadt: Chiang Mai
- Typ: Die Regionen
Der Norden ist das Bergland Thailands. Von Chiang Mai bis zur Grenze nach Myanmar und Laos ziehen sich bewaldete Gebirgsketten mit dem Doi Inthanon als höchstem Gipfel des Landes, dazwischen liegen fruchtbare Täler mit Reisfeldern. Hier lag das alte Königreich Lanna, dessen Sprache, Küche und Tempelbau sich bis heute vom Rest des Landes unterscheiden.
Auswanderer leben vor allem in Chiang Mai und in kleinerer Zahl in Chiang Rai. Stillere Ziele sind Lampang mit seinen Teakholzhäusern, das Bergstädtchen Pai, Mae Hong Son an der Grenze, Nan und Phayao am See.
Die medizinische Versorgung ist in Chiang Mai sehr gut und in Chiang Rai und Lampang ordentlich. In den Bergprovinzen gibt es staatliche Krankenhäuser, für Fachärzte fährt man in die großen Städte. Der deutsche Honorarkonsul in Chiang Mai ist für acht Provinzen des Nordens zuständig.
Flughäfen haben Chiang Mai, Chiang Rai, Lampang, Nan und Mae Hong Son. Die Straßen in die Berge sind kurvig, und Entfernungen dauern länger, als die Karte vermuten lässt.
Ehrlich gesagt: Von Februar bis April liegt Rauch vom Abbrennen der Felder über dem ganzen Norden, mit sehr schlechter Luft. Im Grenzgürtel zu Myanmar besteht ein erhöhtes Malariarisiko. Einwohner und Fläche stehen hier nicht, weil die Landesteile keine Einheit der amtlichen Statistik sind; Näheres steht bei den einzelnen Orten.
Charakter
Bewaldete Berge, alte Tempelstädte und kühle Winternächte, das Thailand abseits der Strände mit eigener Kultur und Küche.
Klima
Drei deutliche Jahreszeiten: von November bis Februar tagsüber 25 bis 28 Grad, nachts in den Tälern um 12, in den Bergen einstellig. Von März bis Mai wird es heiß und rauchig, von Juni bis Oktober fällt Regen, und die Landschaft ist dann am grünsten.
Budget & Lebenshaltung
Der Norden ist günstig. Ein Haus mit Garten gibt es außerhalb von Chiang Mai für wenige tausend Baht im Monat, in Chiang Mai selbst für das Zwei- bis Dreifache. Essen und Dienstleistungen kosten überall wenig. Teurer wird es nur in den gefragten Vierteln der Städte.
Deutschsprachige Community
Die deutschsprachige Gemeinschaft sitzt in Chiang Mai mit Stammtischen, Vereinen und der deutschen Schule, eine kleinere in Chiang Rai. In den übrigen Provinzen leben einzelne Ruheständler, oft mit thailändischer Familie, und in Pai eine wechselnde Gemeinde von Langzeitreisenden.
Sehenswürdigkeiten
- Der Doi Inthanon, mit 2.565 Metern der höchste Berg des Landes
- Die Bergstraße von Chiang Mai über Pai nach Mae Hong Son
- Der Tempel Wat Phra That Lampang Luang, einer der schönsten im Lanna-Stil
- Die Stadt Nan mit den Wandbildern im Wat Phumin
- Das Goldene Dreieck am Mekong
Feste & Traditionen
- Yi Peng, das Laternenfest zum Vollmond im November
- Songkran vom 13. bis 15. April, im Norden mit eigenen alten Bräuchen
- Poy Sang Long in Mae Hong Son im Frühjahr, wenn Jungen als Prinzen geschmückt ins Kloster einziehen
Wirtschaft & Chancen
Der Norden lebt von Landwirtschaft, Tee, Kaffee, Handwerk, Hochschulen und Tourismus. Stellen für Ausländer gibt es fast nur in Chiang Mai, an Schulen und in Hotels. Viele Zugezogene arbeiten von hier aus für Auftraggeber im Ausland.
Tipp
- Entscheide dich für den Norden erst, wenn du einen März dort verbracht hast.
- Im Winter sind die Nächte kalt und die Häuser ungeheizt. Pack für Dezember und Januar einen Pullover und warme Decken ein.
- In den Bergprovinzen ist ein eigenes Fahrzeug nötig, und wer nachts nicht fahren muss, sollte es lassen.