🇵🇭 Philippinen
Baguio
- Hauptstadt: Baguio
- Einwohner: 368.426
- Fläche: 57,51 km²
- Typ: Wo Auswanderer leben
Baguio liegt in den Bergen der Kordilleren im Norden Luzons, rund 250 Kilometer von Manila entfernt. Die Amerikaner bauten die Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts als Sommerfrische, bis heute fliehen die Hauptstädter im heißen April und Mai hierher. Kiefern, Blumenbeete und Gemüsefelder prägen die Umgebung, Erdbeeren kommen aus dem nahen La Trinidad.
Die Versorgung reicht für den Alltag gut: Das Baguio General Hospital ist das regionale Zentrum, dazu kommen private Häuser wie Notre Dame de Chartres und die Klinik der Saint Louis University. Für seltene Eingriffe fährt man nach Manila.
Ausländer wohnen am Rand der Stadt in ruhigeren Vierteln rund um Camp John Hay, in den Hanglagen entlang der Asin Road oder in La Trinidad. Viele Häuser haben Kamin oder Heizlüfter, aber keine Klimaanlage. Nach Manila fährt man mit dem Bus über die Autobahn vier bis sechs Stunden, der kleine Flughafen hat kaum Verbindungen.
Ehrlich gesagt: Das Zentrum ist voll, die Straßen am Wochenende verstopft, und in der Regenzeit bringen Taifune Erdrutsche und Nebel über Tage. Das Leben in feuchter Kälte ist nicht für jeden. Die Einwohnerzahl bezieht sich auf die Stadt Baguio ohne La Trinidad, Volkszählung PSA 2024.
Charakter
Die Sommerhauptstadt in den Kiefernwäldern der Kordilleren, wo man eine Klimaanlage nie vermisst.
Klima
Kühles Hochlandklima auf rund 1.500 Metern: tagsüber meist 20 bis 25 Grad, nachts 13 bis 17, zwischen Dezember und Februar auch darunter. Von Juni bis Oktober regnet es sehr viel, oft mit Nebel über Tage; Baguio gehört dann zu den nassesten Orten des Landes. Die trockenen Monate von November bis April sind sonnig und frisch.
Budget & Lebenshaltung
Eine Wohnung kostet rund 15.000 bis 35.000 Pesos im Monat, ein Haus mit Garten am Stadtrand etwa 30.000 bis 60.000 Pesos. Strom ist ohne Klimaanlage günstig, dafür steigen die Mieten, weil viele Hauptstädter hier Zweitwohnungen suchen.
Deutschsprachige Community
Eine eigene deutschsprachige Gemeinschaft gibt es kaum, einzelne Auswanderer leben mit ihren Familien hier. Die internationale Gemeinschaft besteht vor allem aus Amerikanern, Koreanern und Studenten der vielen Universitäten.
Sehenswürdigkeiten
- Der Burnham Park mit See und Blumenanlagen mitten in der Stadt
- Die Session Road, die Hauptstraße mit Cafés und Märkten
- Camp John Hay, ein früherer amerikanischer Stützpunkt mit Kiefernwald
- Das BenCab-Museum für Kunst der Kordilleren
- Die Erdbeerfelder und Gemüsemärkte von La Trinidad
Feste & Traditionen
- Das Blumenfest Panagbenga im Februar mit Umzügen voller Blumenwagen
- Die Weihnachtszeit mit Lichtern in den Kiefern
- Die Feste der indigenen Völker der Kordilleren in den umliegenden Bergen
Wirtschaft & Chancen
Baguio lebt von Universitäten, Tourismus, Gemüseanbau und einer Wirtschaftszone mit Elektronikfirmen. Für Ausländer gibt es kaum Stellen; wer hier wohnt, lebt von Rente oder Einkünften aus dem Ausland.
Tipp
- Wer ruhig wohnen will, sucht außerhalb des Zentrums, möglichst mit Blick über die Hänge statt auf die Straße
- Pack Luftentfeuchter und warme Decken ein; im Juli und August wird nichts mehr richtig trocken