🇵🇦 Panama
Panamá
- Hauptstadt: Panamá
- Einwohner: 1.439.575
- Fläche: 8.785 km²
- Typ: Die Provinzen
In der Provinz Panamá lebt gut ein Drittel der Bevölkerung des Landes: rund 1,44 Millionen Menschen. Sie umfasst die Hauptstadt Panama-Stadt, die dicht besiedelte Nachbarstadt San Miguelito, den östlichen Teil der Kanalzone mit Gamboa, das ländliche Chepo im Osten sowie die Inseln im Golf von Panama — den Perlenarchipel mit Contadora und Isla del Rey und die vorgelagerte Insel Taboga. Hier stehen der internationale Flughafen Tocumen, die Metro, die Banken, die Kliniken und die Universitäten. Die Hauptstadt selbst hat eine eigene Kachel; in dieser geht es um die Provinz als Ganzes, und die ist erstaunlich vielfältig: Zwanzig Minuten hinter der Skyline beginnt der Regenwald, und eine Fährstunde vor der Küste liegen Inseln mit leeren Stränden. Bis 2014 gehörte auch der Westen dazu — er ist seither eine eigene Provinz, Panamá Oeste.
Charakter
Das Schwergewicht des Landes — Hauptstadt, Kanal, Flughafen und die Perleninseln
Klima
Tropisch heiß und feucht, tagsüber 30 bis 32 Grad, nachts um 24, das ganze Jahr über. Trockenzeit von Mitte Dezember bis April, Regenzeit von Mai bis November mit kräftigen Nachmittagsgüssen. Panama liegt südlich des Hurrikangürtels, Wirbelstürme treffen das Land praktisch nicht. Auf dem Cerro Azul östlich der Stadt wird es auf rund 800 Metern spürbar kühler — deshalb liegen dort Wochenendhäuser der Hauptstädter.
Budget & Lebenshaltung
Die teuerste Provinz des Landes, mit großer Spannweite. In zentralen, nicht luxuriösen Vierteln liegen Wohnungen mit ein bis zwei Schlafzimmern häufig zwischen 900 und 1.700 US-Dollar, in gehobenen Wasserlagen bei 1.500 bis 3.000 und darüber, in Randlagen und älteren Gebäuden bei 600 bis 1.000. Außerhalb der Stadt, in Richtung Chepo und Pacora, fallen die Preise deutlich. Zwei Posten, die man einrechnen muss: das Hausgeld in Wohnanlagen und die Stromrechnung, weil hier praktisch überall die Klimaanlage läuft.
Deutschsprachige Community
Die internationalste Bevölkerung Panamas. Neben Panamaern aus allen Provinzen leben hier große kolumbianische, venezolanische und chinesischstämmige Gemeinden, dazu Nordamerikaner, Europäer und Israelis. Deutschsprachige findet man verstreut über die Stadt, mit Anlaufpunkten in den Vereinen, den Kirchengemeinden und rund um die deutsche Schule. Es gibt kein Auswandererviertel wie in Boquete — man sucht sich seine Kreise selbst.
Sehenswürdigkeiten
Die Miraflores-Schleusen und das Besucherzentrum am Kanal. Die Altstadt Casco Viejo, UNESCO-Welterbe, mit restaurierten Kolonialfassaden. Die Ruinen von Panamá Viejo, der 1671 zerstörten ersten Stadt. Die Cinta Costera und die Amador Causeway mit dem Biomuseo. Der Nationalpark Soberanía mit dem Pipeline Road, einer der berühmtesten Vogelbeobachtungsstrecken der Welt. Der Metropolitan-Naturpark mitten in der Stadt. Und die Inseln: Taboga vor der Küste, Contadora und der Perlenarchipel.
Feste & Traditionen
Die Novemberfeiertage prägen den Kalender: Unabhängigkeit von Kolumbien am 3. November, Flaggentag am 4., Colón-Tag am 5., der Grito de La Villa am 10. und die Unabhängigkeit von Spanien am 28. In der Karwoche und zum Karneval leert sich die Stadt, weil viele in ihre Heimatprovinzen fahren. Dazu das Festival de Jazz de Panamá im Januar und die Fronleichnamsprozession mit den Diablos in La Chorrera-Nähe.
Wirtschaft & Chancen
Der wirtschaftliche Mittelpunkt des Landes und praktisch der einzige Ort, an dem ein Ausländer eine reguläre Anstellung findet: Banken und Finanzdienstleister, Logistik und Kanalwirtschaft, internationale Firmensitze mit Sonderstatus, IT, Tourismus, Gesundheitswesen, Bildung. Hier sitzen die Arbeitgeber, die die panamaische Zehn-Prozent-Quote überhaupt erfüllen können. Für Selbständige und Fernarbeiter ist die Provinz wegen Internet, Flughafen und Behördennähe der einfachste Standort.
Tipp
Wenn du dir Panama zum ersten Mal ansiehst, nimm die Hauptstadt als Basis — aber wohn nicht dort, ohne die Alternative gesehen zu haben. Viele Auswanderer starten hier, weil Behörden, Anwälte und Banken hier sitzen, und ziehen nach einem Jahr in die Berge oder ans Meer. Genau dafür lohnt es sich, den ersten Mietvertrag kurz zu halten.