← Alle Regionen in Panama

🇵🇦 Panama

Panamá Oeste

Panamá Oeste

Panamá Oeste ist Panamas jüngste Provinz: Sie entstand erst 2014, als der Westen von der Provinz Panamá abgetrennt wurde. Sie beginnt gleich hinter der Brücke über den Kanal und reicht entlang der Pazifikküste bis nach San Carlos. Mit über 650.000 Einwohnern auf gut 3.000 Quadratkilometern ist sie nach der Provinz Panamá die bevölkerungsreichste und die am dichtesten besiedelte des Landes — und die am schnellsten wachsende. Arraiján und La Chorrera sind vor allem Wohnstädte für Menschen, die in der Hauptstadt arbeiten. Weiter westlich, ab Chame und San Carlos, beginnt der Küstenstreifen mit den Wochenendhäusern und Ferienanlagen der Hauptstädter; dort liegt auch Coronado, das eine eigene Kachel bekommen hat. Ins Hinterland steigt das Land an, mit dem Bergort Sorá und der Straße hinauf nach El Valle in der Nachbarprovinz.

Charakter

Die jüngste Provinz — Schlafstädte, Pazifikstrände und die am schnellsten wachsende Ecke des Landes

Klima

Tropisch heiß, tagsüber 31 bis 33 Grad, nachts um 24. Die Küste gehört bereits zum trockeneren pazifischen Bogen: Die Trockenzeit von Mitte Dezember bis April ist ausgeprägt und sonnig, oft mit kräftigem Wind. In der Regenzeit von Mai bis November fallen kurze, heftige Nachmittagsgüsse. Im Hinterland Richtung Sorá und Cerro Campana wird es mit der Höhe deutlich angenehmer — dort liegen die Wochenendhäuser derer, denen die Küste zu heiß ist.

Budget & Lebenshaltung

Spürbar günstiger als die Hauptstadt und trotzdem in ihrer Reichweite — das ist der eigentliche Grund, warum die Provinz wächst. In La Chorrera und Arraiján liegen Wohnungen häufig zwischen 500 und 900 US-Dollar, im Küstenstreifen je nach Nähe zum Strand zwischen 700 und 1.500. Rechne die Stromrechnung ein, das Tiefland ist heiß. Und rechne die Zeit ein: Die Fahrt in die Stadt kann in der Spitze das Doppelte dessen dauern, was die Entfernung vermuten lässt.

Deutschsprachige Community

Überwiegend panamaisch, geprägt von Familien, die aus der Hauptstadt hierhergezogen sind. Die ausländische Gemeinde konzentriert sich fast vollständig auf den Küstenstreifen zwischen Chame und San Carlos, vor allem in und um Coronado — Nordamerikaner, dazu Europäer, viele im Ruhestand. Im Hinterland und in den Wohnstädten lebt man unter Panamaern.

Sehenswürdigkeiten

Die Brücken über den Kanal, die Puente de las Américas und die Puente Centenario. Der Nationalpark Altos de Campana, Panamas ältester Nationalpark, mit Aussicht über die Küste. Die Strände von Gorgona, Coronado, El Palmar und Santa Clara. Das Surfrevier bei Playa Malibú. Die Wasserfälle und Wanderwege um Sorá und Chicá. Und der Sonntagsmarkt in La Chorrera mit dem Wasserfall El Chorro, dem die Stadt ihren Namen verdankt.

Feste & Traditionen

Die Fronleichnamsprozession von La Chorrera mit den tanzenden Diablos Sucios gehört zu den bekanntesten Volksfesten des Landes. Dazu die Feria de La Chorrera im Januar, die Feria de Capira und die Feria del Mar in San Carlos. Der Provinztag wird am 1. Januar begangen, dem Tag, an dem die Provinz 2014 entstand.

Wirtschaft & Chancen

Wohnbau und alles, was daran hängt — die Provinz wächst seit Jahren stark. Dazu Logistik am Kanal, Landwirtschaft und Geflügelzucht im Hinterland, Fischerei an der Küste und ein spürbarer Freizeit- und Ferientourismus. Für Zuziehende ist der Küstenstreifen der interessanteste Teil: Vermietung, Gastronomie, Dienstleistungen für die ausländische und die hauptstädtische Wochenendbevölkerung. Wer in Panama-Stadt arbeitet, kann hier wohnen — muss dann aber den Verkehr über die Brücke einplanen.

Tipp

Wenn dich die Küste interessiert, fahr die Strecke einmal an einem Freitagnachmittag und einmal an einem Dienstagvormittag. Am Wochenende füllt sich der ganze Streifen mit Hauptstädtern, unter der Woche ist er still. Beides ist dein künftiger Alltag — und der Unterschied entscheidet oft mehr über die Ortswahl als das Haus selbst.