🇵🇦 Panama
Coronado und die Pazifikstrände
- Hauptstadt: Coronado
- Einwohner: 50.736
- Fläche: 714 km²
- Typ: Wo Auswanderer leben
Der Küstenstreifen westlich von Panama-Stadt zieht sich über die Distrikte Chame und San Carlos in der Provinz Panamá Oeste und wird im Land schlicht „las playas" genannt. Sein Mittelpunkt ist Coronado, eine geplante Wohnsiedlung aus den sechziger Jahren, die zum am dichtesten von Ausländern besiedelten Ort der Pazifikküste geworden ist. Rechts und links davon liegen Nueva Gorgona, Playa Malibú, El Palmar, Río Mar, San Carlos und Santa Clara, alle an der Panamericana aufgereiht. Was diesen Streifen ausmacht, ist die Verbindung aus zwei Dingen, die sonst selten zusammenkommen: Strand vor der Tür und eine Stunde bis zur Hauptstadt mit ihren Kliniken und dem Flughafen. Coronado selbst hat Supermärkte, Ärzte, Apotheken, Banken, Golfplatz und Reitanlage — Infrastruktur, die man an panamaischen Stränden sonst nicht findet. Wer Meer will und trotzdem nicht abgeschnitten sein möchte, sucht hier zuerst.
Charakter
Strand mit Supermarkt — der Küstenstreifen eine Autostunde vor der Hauptstadt
Klima
Tropisch heiß, tagsüber 31 bis 33 Grad, nachts um 24. Die Küste gehört bereits zum trockeneren pazifischen Bogen: Von Mitte Dezember bis April ist es sonnig, trocken und windig, in der Regenzeit von Mai bis November fallen kurze, heftige Nachmittagsgüsse. Eine stetige Meeresbrise macht die Hitze erträglicher als in der Stadt, ohne Klimaanlage kommt aber kaum jemand aus. Wer es kühler will, findet fünfzehn Minuten landeinwärts und aufwärts bereits deutlich mildere Lagen.
Budget & Lebenshaltung
Teurer als das Landesinnere und günstiger als die guten Lagen der Hauptstadt. Mieten liegen häufig zwischen 700 und 1.500 US-Dollar, je nach Nähe zum Strand und Ausstattung der Anlage. Zwei Posten muss man einrechnen: das Hausgeld in den Wohnanlagen, das hier oft Pool, Wachdienst und Gartenpflege umfasst, und die Stromrechnung — es ist heiß, die Klimaanlage läuft. Grundstücke direkt am Wasser sind gefragt und entsprechend teuer; landeinwärts fallen die Preise schnell.
Deutschsprachige Community
Die zweitgrößte ausländische Gemeinde des Landes nach Boquete, mit anderem Zuschnitt: mehr Familien, mehr Berufstätige, mehr Menschen, die noch mit der Hauptstadt zu tun haben. Überwiegend Nordamerikaner, dazu Europäer und Venezolaner. Dazu kommt am Wochenende die hauptstädtische Zweitwohnsitz-Bevölkerung, die den ganzen Streifen füllt. Unter der Woche ist es deutlich ruhiger — das ist der auffälligste Rhythmus dieser Gegend.
Sehenswürdigkeiten
Die Strände selbst, von Nueva Gorgona über Coronado und El Palmar bis Santa Clara — dunkler bis heller Sand, teils mit Wellen zum Surfen. Das Surfrevier bei Playa Malibú. Punta Chame als Anlaufpunkt für Kitesurfer. Der Nationalpark Altos de Campana mit Aussicht über die Küste. Die Ausflüge nach El Valle de Antón, eine halbe Stunde landeinwärts. Und die Bootstouren zu den Inseln im Golf von Panama.
Feste & Traditionen
Die Feria del Mar in San Carlos, das Fest der Küstengemeinden. Die Feria de Capira im Hinterland. Der Karneval wird an den Stränden gefeiert, wenn auch kleiner als in Azuero. Dazu Surfwettbewerbe in der Trockenzeit und die Feste der Ortspatrone in Chame und San Carlos.
Wirtschaft & Chancen
Bau, Immobilien, Vermietung und Hausverwaltung sind der Motor — die Gegend wächst seit Jahren. Dazu Gastronomie, Einzelhandel für die ausländische Gemeinde, Golf, Reiten, Surfen und Bootstouren. Für Zuziehende sind Vermietung, Betreuung von Zweitwohnsitzen, Handwerk und Fernarbeit realistisch. Die Internetversorgung ist entlang der Panamericana gut. Ein Teil der Bewohner arbeitet weiterhin in Panama-Stadt und pendelt oder arbeitet von hier aus.
Tipp
Die Feria del Mar in San Carlos, das Fest der Küstengemeinden. Die Feria de Capira im Hinterland. Der Karneval wird an den Stränden gefeiert, wenn auch kleiner als in Azuero. Dazu Surfwettbewerbe in der Trockenzeit und die Feste der Ortspatrone in Chame und San Carlos.