🇲🇽 Mexiko
San Miguel de Allende
- Hauptstadt: San Miguel de Allende
- Einwohner: 174.615
- Fläche: 1.537 km²
- Typ: Wo Auswanderer leben
San Miguel de Allende liegt auf 1.900 Metern Höhe im Hochland von Guanajuato und gehört mit seinen Kopfsteinpflastergassen, bunten Fassaden und der rosafarbenen Kirche La Parroquia zu den schönsten Städten Mexikos. Seit den 1950er-Jahren zieht der Ort Künstler an, heute leben hier mehrere tausend Ausländer, vor allem aus den USA und Kanada. Das Zentrum ist Weltkulturerbe.
Für den Alltag gibt es gute Hausärzte, Zahnärzte und zwei Privatkrankenhäuser, H+ und Joya. Für größere Eingriffe und Fachärzte fährt man nach Querétaro, eine Stunde entfernt, oder weiter nach Mexiko-Stadt.
Die meisten Ausländer wohnen im Centro, in Guadiana, San Antonio oder Los Frailes; günstiger und ruhiger ist es in den Dörfern und Ranches rund um die Stadt, etwa Richtung Atotonilco. Die nächsten Flughäfen sind Querétaro und León, jeweils eine bis anderthalb Stunden entfernt. Die Stadt selbst erkundet man zu Fuß, die Straßen sind steil.
Ehrlich gesagt: San Miguel ist für mexikanische Verhältnisse teuer, an Wochenenden voller Besucher aus Mexiko-Stadt, und viele Gespräche finden auf Englisch statt — wer Mexiko sucht, muss sich bemühen. Die Einwohnerzahl bezieht sich auf die ganze Gemeinde San Miguel de Allende einschließlich der Dörfer, Volkszählung INEGI 2020.
Charakter
Die Kolonialstadt der Künstler und Ruheständler — schön, kultiviert und teurer als ihr Umland.
Klima
Trocken und sonnig auf 1.900 Metern: tagsüber das ganze Jahr um 22 bis 29 Grad, im Winter nachts bis nahe null. Regen fällt fast nur zwischen Juni und September. Die Häuser haben selten Heizung, im Winter braucht man Kamin oder Heizlüfter.
Budget & Lebenshaltung
Eine Zweizimmerwohnung kostet im Centro und den beliebten Vierteln 900 bis 1.600 Euro im Monat, oft in US-Dollar verlangt. In den Dörfern um die Stadt sind Häuser deutlich günstiger. Die Lebenshaltung liegt über dem mexikanischen Durchschnitt.
Deutschsprachige Community
San Miguel hat eine der größten Gemeinschaften ausländischer Ruheständler in Mexiko, überwiegend englischsprachig. Es gibt eine öffentliche Bibliothek mit englischen Büchern, Vereine, Kurse, Freiwilligenarbeit und ein reges Kulturleben. Deutsche sind eine kleine Gruppe darin.
Sehenswürdigkeiten
- Die Kirche La Parroquia mit ihrer neugotischen Fassade
- Der Botanische Garten El Charco del Ingenio
- Die Wallfahrtskirche von Atotonilco, Weltkulturerbe
- Die Thermalbäder im Umland
- Die Kunstgalerien der Fábrica La Aurora
Feste & Traditionen
- Die Fiestas zu Ehren des Erzengels Michael Ende September
- Der Día de Muertos mit der Catrina-Parade
- Das Kammermusikfestival im Sommer
Wirtschaft & Chancen
Die Stadt lebt von Tourismus, Gastronomie, Kunst und den Dienstleistungen für ausländische Bewohner. Feste Stellen gibt es wenig; die meisten Ausländer sind Ruheständler oder arbeiten remote. In der Region wächst die Autozulieferindustrie.
Tipp
- Wer im Centro wohnt, braucht kein Auto, aber gute Schuhe für die steilen Gassen
- Im Winter vorher klären, ob das Haus einen Kamin hat — die Nächte sind kalt