🇲🇽 Mexiko
Oaxaca
- Hauptstadt: Oaxaca de Juárez
- Einwohner: 270.955
- Fläche: 85,48 km²
- Typ: Wo Auswanderer leben
Oaxaca de Juárez liegt auf 1.550 Metern Höhe in einem weiten Tal der Sierra Madre del Sur, im Südwesten Mexikos. Die koloniale Altstadt aus grünem Stein ist Weltkulturerbe, auf den Märkten riecht es nach Schokolade, Mole und Mezcal, und in den Dörfern rundum leben zapotekische und mixtekische Traditionen fort. Für viele ist Oaxaca die kulturell reichste Stadt des Landes.
Die medizinische Versorgung reicht für den Alltag, mit Privatkliniken wie dem Hospital Reforma und guten Hausärzten. Für schwere Erkrankungen und spezialisierte Eingriffe fährt oder fliegt man nach Puebla oder Mexiko-Stadt.
Ausländer wohnen gern im Centro und in Jalatlaco mit seinen bunten Gassen, in Reforma und San Felipe del Agua am Hang im Norden, der kühler und grüner ist. Günstiger lebt man in den Dörfern um die Stadt wie San Agustín Etla. Der Flughafen hat Verbindungen nach Mexiko-Stadt und in einige Städte der USA, die Straße an die Pazifikküste führt über die Berge.
Ehrlich gesagt: Straßenblockaden und Demonstrationen von Lehrern und Gemeinden gehören zum Alltag und können die Stadt tagelang lahmlegen, Wasser ist in der Trockenzeit knapp, und die Wege ins übrige Land sind lang. Die Einwohnerzahl bezieht sich auf die Gemeinde Oaxaca de Juárez ohne die Nachbargemeinden, Volkszählung INEGI 2020.
Charakter
Die Hauptstadt der mexikanischen Küche, des Kunsthandwerks und der indigenen Kulturen.
Klima
Angenehmes Hochlandklima auf 1.550 Metern: tagsüber das ganze Jahr um 25 bis 30 Grad, im Winter nachts um 8 Grad, im April und Mai am heißesten. Die Regenzeit von Juni bis September bringt Nachmittagsgewitter, der Rest des Jahres ist trocken und sonnig.
Budget & Lebenshaltung
Eine Zweizimmerwohnung kostet in guten Vierteln 450 bis 750 Euro im Monat, im Centro teilweise mehr. Essen, Märkte und Dienstleistungen sind sehr günstig. Oaxaca gehört zu den preiswertesten Zielen dieser Liste.
Deutschsprachige Community
Oaxaca zieht Künstler, Köche, Anthropologen, Sprachschüler und Ruheständler aus Nordamerika und Europa an. Die Gemeinschaft ist kleiner und bunter gemischt als in San Miguel. Deutsche gibt es wenige, meist in Kultur, Sprachschulen und Gastronomie.
Sehenswürdigkeiten
- Die Kirche Santo Domingo mit ihrem Kulturzentrum
- Der Monte Albán, die Hauptstadt der Zapoteken
- Hierve el Agua mit versteinerten Wasserfällen
- Die Märkte Benito Juárez und 20 de Noviembre
- Die Mezcal-Brennereien im Tal von Tlacolula
Feste & Traditionen
- Die Guelaguetza, das große Fest der Regionen im Juli
- Der Día de Muertos mit Friedhofsnächten und Altären
- Die Noche de Rábanos, die Rettichnacht am 23. Dezember
Wirtschaft & Chancen
Tourismus, Gastronomie, Kunsthandwerk und Mezcal tragen die Wirtschaft, dazu Bildung und Verwaltung. Feste Stellen für Ausländer sind selten; wer bleibt, ist meist Ruheständler, Künstler oder arbeitet remote.
Tipp
- Informiere dich morgens über Straßenblockaden, bevor du zum Flughafen oder aufs Land fährst
- Für Spanischkurse ist Oaxaca einer der besten und günstigsten Orte des Landes