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Strom, Gas, Wasser

Strom und Wasser in Malta: anmelden, Kosten, Zähler

Strom und Wasser kommen in Malta von einem staatlichen Versorger auf einer Rechnung und sind gestützt und günstig — aber nur auf dem eigenen Zähler. Ein Gasnetz gibt es nicht, und das Trinkwasser stammt zum großen Teil aus Meerwasserentsalzung.

8 Min. Lesezeit · 🇲🇹 Malta

Strom und Wasser in Malta: anmelden, Kosten, Zähler

Strom und Wasser sind in Malta günstig, weil der Staat die Preise stützt, und das ist für Rentner ein echter Vorteil. Dafür gibt es kein Gasnetz, und das Wasser kommt zu einem großen Teil aus Meerwasserentsalzung. Die wichtigste Frage bei jeder Wohnung ist nicht der Preis, sondern der Zähler: Wohnst du auf einem eigenen Zähler oder auf dem des Vermieters?

Strom und Wasser aus einer Hand

Strom und Wasser liefert in Malta ein einziger staatlicher Versorger, und du bekommst eine gemeinsame Rechnung, in der Regel alle zwei Monate. Einen anderen Anbieter gibt es nicht. Die Tarife sind gestuft: Je mehr du im Jahr verbrauchst, desto teurer wird die nächste Stufe.

Die Preise sind seit Jahren stabil und im europäischen Vergleich niedrig, weil sie staatlich gestützt werden. Für Zugezogene aus Deutschland ist die Rechnung meist eine angenehme Überraschung — solange sie auf dem eigenen Zähler laufen.

Die wichtigste Frage: der eigene Zähler

Viele Mietwohnungen laufen über den Zähler des Eigentümers, und manche Vermieter rechnen dann mit eigenen, höheren Sätzen ab. Der Unterschied kann im Jahr mehrere hundert Euro betragen. Frag bei jeder Wohnung: Gibt es einen eigenen Zähler für die Wohnung, läuft der Vertrag auf meinen Namen, und welche Tarife gelten? Für Mieter mit eigenem Vertrag gibt es beim Versorger eine eigene Registrierung, mit der die normalen Haushaltstarife gelten.

Beim Einzug

Für die Ummeldung auf deinen Namen brauchst du in der Regel Ausweis, Mietvertrag oder Kaufvertrag und die eResidence-Karte, dazu eine Kaution. Schreib beim Einzug mit dem Vermieter die Zählerstände auf, mit Foto, und lass dir bestätigen, dass keine Rechnungen offen sind.

Wasser: knapp und kostbar

Malta hat kaum Süßwasser. Ein großer Teil des Trinkwassers kommt aus Meerwasserentsalzung, der Rest aus Grundwasser, das durch Übernutzung salziger geworden ist. Das Leitungswasser ist trinkbar, schmeckt aber vielen zu salzig und kalkig; die meisten Haushalte trinken Wasser aus Flaschen oder nutzen einen Filter oder eine Umkehrosmoseanlage.

Viele Häuser haben einen Tank auf dem Dach oder eine Zisterne im Keller. Geh sparsam mit Wasser um: Ein grüner Rasen ist auf dieser Insel ein Fremdkörper.

Gas

Ein Gasnetz gibt es nicht. Gekocht wird elektrisch oder mit Gas aus der Flasche; im Winter heizen manche mit Gasöfen. Die Flaschen liefern Händler ins Haus, und du erkennst sie an der Melodie, mit der ihre Wagen durch die Straßen fahren. Stell eine Gasflasche nie in einen geschlossenen Raum ohne Lüftung.

Warmes Wasser und Solar

Viele Häuser haben einen Solarkollektor für warmes Wasser auf dem Dach, dazu einen elektrischen Boiler für bewölkte Tage. Solaranlagen für Strom sind verbreitet und wurden staatlich gefördert; wer ein Haus mit eigenem Dach kauft, prüft, ob eine Anlage vorhanden ist oder sich lohnt.

Die Klimaanlage

Im Sommer ist die Klimaanlage der größte Verbraucher. Stell sie auf 25 bis 26 Grad, schließ tagsüber die Läden auf der Sonnenseite und lüfte nachts. Moderne Geräte verbrauchen einen Bruchteil alter — beim Mieten lohnt die Frage nach dem Alter.

Stromausfälle

Im Hochsommer, wenn alle Klimaanlagen laufen, kommt das Netz stellenweise an seine Grenzen, und es gibt Ausfälle, manchmal über Stunden. Das Netz wird seit Jahren ausgebaut, gelöst ist es nicht. Wer von zu Hause arbeitet oder auf medizinische Geräte angewiesen ist, sorgt für eine kleine Notstromlösung.

Was ein Haushalt rechnen sollte

Ein Paar in einer Wohnung mit eigenem Zähler zahlt in Malta für Strom und Wasser deutlich weniger als in Deutschland — im Sommer mehr, wenn die Klimaanlage läuft. Den größten Unterschied machen der eigene Zähler, das Alter der Klimageräte und die Frage, ob eine Gemeinschaftsgebühr hinzukommt.

Wie du bezahlst

Die Rechnung bezahlst du online, per Lastschrift, in Postämtern oder bei Zahlstellen. Richte eine Lastschrift ein, wenn du im Sommer oft weg bist.

Im Winter heizen

Die Winter sind mild, aber die Häuser sind für den Sommer gebaut, und die Luft ist feucht. Geheizt wird meist mit der Klimaanlage oder mit Elektro- und Gasöfen. Auch das zeigt sich auf der Rechnung, wenn auch weniger als im Sommer. Mehr dazu im Artikel zum Heizen.

Internet und Telefon

Malta hat eines der am besten ausgebauten Netze Europas; Glasfaser ist fast überall verfügbar, und die Anbieter schließen Verträge in wenigen Tagen ab. Das EU-Roaming gilt, deine deutsche Karte funktioniert also auch.

Wasser sparen im Alltag

Kurze Duschen, eine sparsame Waschmaschine, Pflanzen, die Trockenheit vertragen, und ein Blick auf tropfende Hähne — das ist auf Malta keine Sparsamkeit, sondern Rücksicht. Wer einen Garten hat, gießt aus der Zisterne, nicht aus der Leitung. In manchen Orten ist der Wasserdruck im Hochsommer niedriger, wenn viele gleichzeitig verbrauchen.

Müll

Die Müllabfuhr ist gebührenfrei und holt getrennten Abfall an festen Tagen direkt vor der Haustür ab — organische Abfälle, Verpackungen, Papier und Restmüll an unterschiedlichen Wochentagen. Die Regeln sind streng und werden kontrolliert; frag bei der Gemeinde nach dem Abfuhrkalender deines Ortes.

In der Wohnanlage

In größeren Anlagen kommt eine Gemeinschaftsgebühr für Aufzug, Reinigung, Pool und Beleuchtung hinzu. Lass sie dir vor dem Einzug schriftlich nennen.

Beim Auszug

Schreib die Zählerstände mit dem Vermieter auf, begleiche die letzten Rechnungen und fordere deine Kaution beim Versorger zurück, wenn du den Vertrag beendest. Heb die Belege auf: Nachforderungen kommen manchmal Monate später.

Unser Rat

Frag bei jeder Wohnung nach dem eigenen Zähler und nach der Rechnung des letzten Sommers. Eine Wohnung mit eigenem Vertrag beim Versorger, Solarkollektor und moderner Klimaanlage ist in Malta mehr wert als ein paar Quadratmeter mehr.

Stand: 12.9.2026

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