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🇨🇴 Kolumbien

Villa de Leyva und die Hochebene von Boyacá

Villa de Leyva und die Hochebene von Boyacá

Villa de Leyva liegt auf 2.149 Metern in der Provinz Ricaurte, 37 Kilometer von der Departamento-Hauptstadt Tunja entfernt, und steht seit 1954 unter Denkmalschutz. Deshalb gibt es hier keine modernen Bauten, sondern einen der größten gepflasterten Hauptplätze Lateinamerikas und ein geschlossenes Ortsbild aus dem 16. Jahrhundert.

Der Ort ist klein — knapp 20.000 Einwohner — und lebt vom Wochenendtourismus aus Bogotá, das drei bis vier Autostunden entfernt liegt. Unter der Woche ist er still, an Wochenenden und Feiertagen füllt er sich. Wer eine Wohnung sucht, sollte beides erleben, bevor er sich entscheidet.

Für Zugezogene ist Villa de Leyva ein Rückzugsort, kein Zentrum. Die Luft ist trocken, die Landschaft karg und weit, die Sonne am Mittag stark und die Nächte empfindlich kühl. Es gibt gute Restaurants, kleine Buchläden und eine für diese Größe ungewöhnlich weltoffene Bewohnerschaft aus Künstlern, Gastronomen und Bogotanern mit Zweitwohnsitz.

Man muss allerdings wissen, was fehlt. Ärzte gibt es vor Ort nur für die Grundversorgung, für alles Weitere fährt man nach Tunja mit rund 190.000 Einwohnern oder gleich nach Bogotá. Wer hier lebt, braucht ein Auto. Und das grobe Kopfsteinpflaster ist für nicht mehr trittsichere Menschen eine tägliche Hürde.

Die Einwohnerzahl bezieht sich auf die Gemeinde Villa de Leyva.

Charakter

Der schönste Kolonialort Kolumbiens: ein riesiger gepflasterter Hauptplatz, weiße Häuser und trockene Berge ringsum.

Klima

Tagsüber 18 bis 22 Grad, nachts empfindlich kühl, deutlich trockener als Bogotá. Auf 2.149 Metern, mit starker Sonneneinstrahlung am Mittag.

Budget & Lebenshaltung

Günstig bis mittel. Wohnungen und kleine Häuser liegen bei 1 bis 2 Millionen Pesos im Monat, direkt am Hauptplatz deutlich darüber. Der Einkauf ist wegen des Tourismus etwas teurer als in vergleichbaren Orten.

Deutschsprachige Community

Einzelne Europäer und Bogotaner mit Zweitwohnsitz, dazu Künstler, Gastronomen und Aussteiger. Keine deutschsprachige Struktur, aber eine ungewöhnlich weltoffene kleine Gemeinde für einen Ort dieser Größe.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Plaza Mayor, einer der größten gepflasterten Plätze Lateinamerikas
[*]Casa Terracota, ein Haus vollständig aus gebranntem Ton
[*]Fossilienmuseum mit dem Kronosaurus
[*]Kloster El Santo Ecce Homo
[*]Pozos Azules und die Wüstenlandschaft von Candelaria
[*]Ráquira, das Töpferdorf, eine halbe Autostunde entfernt
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Feste & Traditionen

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[*]Festival de Luces im Dezember mit Feuerwerk über dem Hauptplatz
[*]Astronomiefestival im Februar
[*]Weinlese in Sutamarchán, dem Nachbarort
[*]Semana Santa mit Prozessionen über das Kopfsteinpflaster
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Wirtschaft & Chancen

Tourismus, Gastronomie, Kunsthandwerk und kleine Beherbergung. Wer eine Pension oder ein Café plant, findet hier eine zahlungskräftige Wochenendkundschaft aus Bogotá.

Tipp

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[*]Rechne mit den Nächten, nicht mit den Tagen. Auf 2.149 Metern ohne Heizung brauchst du einen Ölradiator und eine elektrische Decke — kauf beides vor Ort, weil Kolumbien mit 110 Volt fährt.
[*]An Wochenenden und Feiertagen füllt sich der Ort mit Besuchern aus Bogotá. Wer Ruhe sucht, sollte unter der Woche zur Besichtigung kommen.
[*]Das Kopfsteinpflaster ist grob und uneben. Wer nicht mehr trittsicher ist, sollte das vor einer Entscheidung ausprobieren.
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