🇨🇴 Kolumbien
Putumayo
- Hauptstadt: Mocoa
- Einwohner: 390.742
- Fläche: 24.885 km²
- Typ: Die Departamentos
Putumayo liegt im Süden an der Grenze zu Ecuador und Peru. Der westliche Teil um das Sibundoy-Tal liegt noch in den Anden auf 2.100 Metern, der Rest fällt steil ins Amazonasbecken ab. Dieser Übergang, der Piedemonte Amazónico, gehört zu den artenreichsten Landschaften der Erde.
Das Departamento war lange von Erdölförderung, Kokaanbau und bewaffnetem Konflikt geprägt und stand jahrzehntelang im Mittelpunkt der Drogenbekämpfung. Seit dem Friedensabkommen hat sich die Lage entlang der Hauptachsen gebessert, in abgelegenen Gebieten aber nicht überall.
Bekannt ist Putumayo für die Traditionen der Inga und Kamëntsá im Sibundoy-Tal. Ihr Karneval Bëtsknaté im Februar — das Fest der Vergebung — mit den geschnitzten Holzmasken und den gewebten Trachten gehört zu den ausdrucksstärksten indigenen Festen Kolumbiens. Aus derselben Tradition stammt der Gebrauch der Heilpflanze Yagé, mit dem inzwischen auch Tourismus getrieben wird — nicht immer verantwortungsvoll.
Der Wasserfall Fin del Mundo bei Mocoa stürzt über eine Kante direkt in den Nebelwald.
Die Straße von Pasto nach Mocoa, der Trampolín de la Muerte, gilt als eine der gefährlichsten des Kontinents. Für Zugezogene ist Putumayo kein Wohnort.
Charakter
Wo die Anden in den Amazonas abstürzen: Nebelwald, Wasserfälle und die Kultur der Inga und Kamëntsá.
Klima
Im Tiefland 25 bis 33 Grad und sehr feucht, im Andenteil um Sibundoy auf 2.100 Metern kühl.
Budget & Lebenshaltung
Sehr günstig, ohne praktische Bedeutung für Zugezogene.
Deutschsprachige Community
Keine deutschsprachige oder internationale Gemeinschaft außerhalb von Hilfs- und Naturschutzorganisationen.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Fin del Mundo, ein Wasserfall bei Mocoa
[*]Sibundoy-Tal mit den Gemeinden der Inga und Kamëntsá
[*]Nebelwald am Andenabbruch
[*]Río Putumayo als Grenzfluss
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Feste & Traditionen
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[*]Bëtsknaté, der Karneval der Kamëntsá im Februar
[*]Kunsthandwerk mit Holzmasken und Perlenarbeiten
[*]Erntefeste im Sibundoy-Tal
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Wirtschaft & Chancen
Erdöl, Landwirtschaft, Kunsthandwerk und ein kleiner Naturtourismus.
Tipp
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[*]Gelbfieberimpfung und Malariaprophylaxe gehören zur Vorbereitung.
[*]Die Straße von Pasto nach Mocoa ist eine der gefährlichsten des Landes und in der Regenzeit von Erdrutschen betroffen.
[*]Prüf vor jeder Reise die aktuelle Sicherheitslage, besonders abseits der Hauptstraßen.
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