← Alle Regionen in Kolumbien

🇨🇴 Kolumbien

Guainía

Guainía

Guainía liegt im äußersten Osten an der Grenze zu Venezuela und Brasilien. Es gibt keine Straßenverbindung zum Rest des Landes; erreichbar ist Inírida nur mit dem Flugzeug oder über die Flüsse, und Flüge gehen nicht täglich.

Die Landschaft unterscheidet sich vom Amazonasbecken. Hier beginnt das Guayana-Schild, eines der ältesten Gesteine der Erde, aus dem einzelne Inselberge aufragen — die Cerros de Mavicure, drei dunkle Granitkuppen über dem Wald, sind das Wahrzeichen des Departamentos. Das Wasser der Flüsse ist dunkel wie Tee, weil es Huminstoffe aus dem Regenwaldboden mitführt; deshalb gibt es hier auffallend wenige Mücken am Wasser.

Über 85 Prozent der Bevölkerung sind indigen, vor allem Puinave und Curripaco. Ihre Gemeinden verwalten große Teile des Departamentos selbst, und Besuche laufen über sie — nicht auf eigene Faust.

Bei Inírida liegt die Estrella Fluvial de Oriente, wo Guaviare, Inírida und Atabapo zusammenfließen und den Orinoco bilden. Das Gebiet ist als Ramsar-Feuchtgebiet geschützt und beherbergt Flussdelfine und über 900 Fischarten.

Für Zugezogene ist Guainía kein Wohnort, sondern ein außergewöhnliches Reiseziel für Menschen, die Abgeschiedenheit suchen und mitbringen, was dafür nötig ist.

Charakter

Regenwald, schwarze Flüsse und die Tafelberge des Guayana-Schilds — der einsamste Landesteil Kolumbiens.

Klima

25 bis 33 Grad, sehr feucht, Regen von April bis November mit hohem Wasserstand der Flüsse.

Budget & Lebenshaltung

Im Alltag günstig, in allem Eingeführten sehr teuer.

Deutschsprachige Community

Keine internationale Gemeinschaft außerhalb von Naturschutz- und Missionsarbeit.

Sehenswürdigkeiten

[list]
[*]Cerros de Mavicure, drei Inselberge über dem Río Inírida
[*]Estrella Fluvial de Oriente, Ramsar-Feuchtgebiet
[*]Raudal del Alto Inírida
[*]Traditionelles Kunsthandwerk der Puinave
[/list]

Feste & Traditionen

[list]
[*]Yurupary-Riten der indigenen Gemeinden
[*]Festival Tradicional de Inírida
[/list]

Wirtschaft & Chancen

Fischerei, Kunsthandwerk und ein kleiner, wachsender Naturtourismus.

Tipp

[list]
[*]Die Anreise geht ausschließlich per Flug ab Bogotá. Flüge sind teuer und nicht täglich.
[*]Gelbfieberimpfung und Malariaprophylaxe sind Voraussetzung.
[*]Für Besuche in indigenen Gebieten braucht es die Zustimmung der Gemeinden — das läuft über örtliche Anbieter, nicht auf eigene Faust.
[/list]