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🇨🇴 Kolumbien

Chocó

Chocó

Chocó erstreckt sich entlang der Pazifikküste bis zur Grenze nach Panama und ist eines der artenreichsten Gebiete der Erde. Es ist zugleich der Landesteil mit den schwierigsten Lebensbedingungen Kolumbiens: kaum Straßen, unzureichende Trinkwasserversorgung, hohe Armut und eine Verwaltung, die dem nicht gewachsen ist.

Es regnet hier mehr als fast überall sonst auf der Welt. In Quibdó fallen über 8.000 Millimeter im Jahr — das Zehnfache von Deutschland — und in Lloró wurden schon 13.000 gemessen. Der Regenwald steht bis an den Strand, und die Flüsse sind die Straßen.

Die Bevölkerung ist überwiegend afrokolumbianisch, dazu leben die Emberá und Wounaan in eigenen Gebieten. Die Musik des Pazifiks mit Marimba und Trommeln ist eigenständig und hat mit dem karibischen Kolumbien nichts gemein; das Festival Petronio Álvarez in Cali ist ihr größtes Schaufenster.

Zwischen Juli und Oktober kommen die Buckelwale aus der Antarktis zum Kalben an die Küste. Nuquí und Bahía Solano sind dafür die Anlaufpunkte, erreichbar nur mit kleinen Flugzeugen ab Medellín.

Für Zugezogene ist Chocó kein Wohnort. Als Reiseziel ist es außergewöhnlich, verlangt aber einfache Unterkünfte, Impfschutz und eine sorgfältige Prüfung der Sicherheitslage.

Charakter

Der Pazifik: Regenwald, Buckelwale und die höchsten Niederschläge der Welt — und der ärmste Landesteil Kolumbiens.

Klima

26 bis 32 Grad bei extremer Luftfeuchtigkeit. Einer der regenreichsten Orte der Erde — in Quibdó fallen über 8.000 Millimeter im Jahr.

Budget & Lebenshaltung

Im Alltag günstig, in allem Eingeführten sehr teuer, weil jede Ware eingeflogen oder verschifft werden muss.

Deutschsprachige Community

Keine deutschsprachige oder internationale Gemeinschaft außerhalb von Hilfs- und Naturschutzorganisationen.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Buckelwale bei Nuquí und Bahía Solano von Juli bis Oktober
[*]Nationalpark Utría
[*]Thermalquellen und Wasserfälle im Regenwald bei Nuquí
[*]Capurganá und Sapzurro an der Grenze zu Panama
[*]Nationalpark Los Katíos, Weltnaturerbe
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Feste & Traditionen

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[*]Fiestas de San Pacho in Quibdó im September und Oktober, immaterielles Weltkulturerbe
[*]Chirimía, die Blasmusik des Pazifiks
[*]Traditionen der Emberá und Wounaan
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Wirtschaft & Chancen

Fischerei, Goldbergbau, Naturtourismus und Holz. Wirtschaftlich der schwächste Landesteil Kolumbiens.

Tipp

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[*]Gelbfieberimpfung und Malariaprophylaxe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
[*]Der Zugang zu den Küstenorten läuft über kleine Flugzeuge ab Medellín. Eine Straße gibt es nicht.
[*]Prüf vor jeder Reise die Sicherheitshinweise — die Lage unterscheidet sich stark zwischen Küstenorten und Landesinnerem.
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