🇨🇴 Kolumbien
Boyacá
- Hauptstadt: Tunja
- Einwohner: 1.290.393
- Fläche: 23.189 km²
- Typ: Die Departamentos
Boyacá liegt nordöstlich von Bogotá auf dem Altiplano Cundiboyacense und reicht bis in die Sierra Nevada del Cocuy, wo Kolumbien seine letzten Gletscher hat. Es ist das landwirtschaftliche Herz des Landes: Kartoffeln, Zwiebeln, Getreide und Milchvieh, bewirtschaftet auf kleinen Feldern, die sich wie ein Flickenteppich über die Hänge ziehen.
Die Landschaft ist karg, weit und kühl — das Gegenteil des tropischen Bildes, das man von Kolumbien im Kopf hat. Über 3.000 Metern beginnt der Páramo, eine Vegetationsform, die es nur in den nördlichen Anden gibt und aus der ein großer Teil des Trinkwassers der Region stammt.
Historisch ist Boyacá das Departamento der Unabhängigkeit. An der Brücke von Boyacá entschied Bolívar 1819 den Krieg gegen die spanische Krone; der Ort ist bis heute Nationaldenkmal.
Für Zugezogene ist es eine ruhige, sehr günstige Gegend mit Villa de Leyva als bekanntestem Anlaufpunkt, Tunja als Verwaltungssitz und Universitätsstadt und einer Reihe kleiner Kolonialorte wie Monguí, Iza und Ráquira. Wer hier lebt, braucht ein Auto, Geduld mit kurvigen Straßen und Verständnis für Kälte ohne Heizung.
Der Lago de Tota auf 3.015 Metern ist der größte See Kolumbiens und hat einen weißen Sandstrand — bei zwölf Grad Wassertemperatur.
Charakter
Kolumbiens Hochland: Bauernland, Kolonialstädte und die höchsten Berge des Landes außerhalb der Sierra Nevada.
Klima
Auf der Hochebene 12 bis 20 Grad, nachts kühl bis kalt, in den Páramos über 3.000 Metern frostig. In den Tälern nach Osten deutlich wärmer.
Budget & Lebenshaltung
Sehr günstig. Wohnen, Lebensmittel und Handwerk kosten hier weniger als fast überall sonst im Land — Villa de Leyva ausgenommen, wo der Tourismus die Preise hebt.
Deutschsprachige Community
Einzelne Europäer in Villa de Leyva und Umgebung, sonst keine internationale Struktur.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Villa de Leyva mit dem großen Kolonialplatz
[*]Sierra Nevada del Cocuy mit Gletschern und Páramo
[*]Lago de Tota, der größte See Kolumbiens
[*]Puente de Boyacá, Ort der Unabhängigkeitsschlacht
[*]Ráquira, das Töpferdorf
[*]Monguí und Iza, kleine Kolonialorte
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Feste & Traditionen
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[*]Aguinaldo Boyacense in Tunja im Dezember
[*]Festival de Luces in Villa de Leyva
[*]Semana Santa mit ausgeprägten Prozessionen
[*]Bauernmärkte an festen Wochentagen in jedem Ort
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Wirtschaft & Chancen
Landwirtschaft, Bergbau auf Smaragde und Kohle, Stahl in Sogamoso, Tourismus in Villa de Leyva und im Cocuy.
Tipp
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[*]Ohne Heizung sind die Nächte auf 2.500 Metern empfindlich. Ölradiator und elektrische Decke gehören zur Grundausstattung.
[*]Die Wege sind kurvig und langsam. Rechne für hundert Kilometer drei Stunden.
[*]Für Fachärzte fährt man nach Tunja oder gleich nach Bogotá.
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