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🇬🇷 Griechenland

Kefalonia (Κεφαλονιά)

Kefalonia (Κεφαλονιά)

Kefalonia liegt in der Mitte des Ionischen Meeres und ist die sechstgrößte Insel Griechenlands. Sie ist grün, zerklüftet und weit — man fährt hier lange, weil die Buchten tief einschneiden und die Straßen den Bergen folgen.

Über allem steht der Ainos, mit 1.628 Metern der höchste Punkt der Ionischen Inseln. Er ist Nationalpark und trägt eine eigene Tannenart, die nur hier wächst; auf seinen Hängen leben halbwilde Pferde.

Argostoli, die Hauptstadt, liegt an einer geschützten Lagune, in der man vom Ufer aus Meeresschildkröten sieht. Lixouri auf der Halbinsel Paliki gegenüber ist die zweite Stadt, verbunden durch eine Fähre, die zwanzig Minuten braucht.

Das Erdbeben von 1953 hat Kefalonia fast vollständig zerstört; nur der Norden um Fiskardo blieb weitgehend stehen, weshalb dieser Ort heute so aussieht, wie die Insel früher überall ausgesehen hat. Der Rest wurde in den Fünfzigern neu gebaut — nüchtern, erdbebensicher, ohne Altstadtromantik. Wer venezianische Gassen sucht, findet sie hier nicht.

Die Insel ist über einen Flughafen bei Argostoli und Fähren nach Kyllini, Patras und Astakos angebunden.

Charakter

Die größte und mit Abstand bergigste der Ionischen Inseln: Tannenwald über 1.600 Meter, Höhlenseen, weite Buchten — und eine Insel, die 1953 fast vollständig neu gebaut wurde.

Klima

Mild und feucht, wie überall im Ionischen Meer — nasse Winter zwischen November und März, Frost nur in den Höhenlagen des Ainos, wo im Winter Schnee liegt. Heiße Sommer, durch die Bergkulisse abends angenehm. Deutlich grüner als die Ägäis-Inseln, weil es genug regnet.

Budget & Lebenshaltung

Der Norden um Fiskardo und Assos ist teuer, ebenso die bekannten Küstenorte. In der Mitte, auf der Halbinsel Paliki und in den Bergdörfern sind Häuser und Grundstücke deutlich günstiger. Nach den Beben von 2014, die Paliki erneut getroffen haben, gibt es dort Angebote mit Vorgeschichte — Statik und Versicherbarkeit vorher klären.

Deutschsprachige Community

Zugezogene sind überwiegend britisch geprägt, gewachsen auch durch die Verfilmung von "Corellis Mandoline". Deutschsprachige gibt es verstreut, ohne feste Struktur oder Vereine. Wer bleibt, orientiert sich ans Dorf.

Sehenswürdigkeiten

Die Melissani-Höhle mit ihrem eingestürzten Dach und dem blauen Licht auf dem Wasser · die Tropfsteinhöhle Drogarati · der Strand Myrtos zwischen weißen Felsen · das Bergdorf Assos mit venezianischer Festung · Fiskardo, der einzige vom Beben verschonte Ort · der Ainos-Nationalpark mit den halbwilden Pferden · die Katavothres bei Argostoli, wo Meerwasser im Fels verschwindet · die Robola-Weinkellerei in Omala

Feste & Traditionen

Die Melissani-Höhle mit ihrem eingestürzten Dach und dem blauen Licht auf dem Wasser · die Tropfsteinhöhle Drogarati · der Strand Myrtos zwischen weißen Felsen · das Bergdorf Assos mit venezianischer Festung · Fiskardo, der einzige vom Beben verschonte Ort · der Ainos-Nationalpark mit den halbwilden Pferden · die Katavothres bei Argostoli, wo Meerwasser im Fels verschwindet · die Robola-Weinkellerei in Omala

Wirtschaft & Chancen

Tourismus mit einer Saison von Mai bis Oktober, gehobener als auf Zakynthos und weniger vom Pauschalgeschäft geprägt. Dazu Wein — die Rebsorte Robola gehört zu den bekanntesten Weißweinen Griechenlands —, Olivenöl, Fischerei und Schifffahrt: Kefalonia stellt traditionell viele Seeleute und Reeder. Für Deutschsprachige realistisch: Ferienhausvermietung und -betreuung, Bootsvermietung, Gastronomie, Fernarbeit.

Tipp

Wenn du hier leben willst, sieh dir die Gegend um Argostoli und Lixouri an — dort ist ganzjährig Betrieb, es gibt Krankenhaus, Schulen und Geschäfte. Der Norden ist schön und im Winter fast geschlossen. Und lass jedes Haus, das älter als von 1953 aussieht oder nach 2014 saniert wurde, von einem Bauingenieur prüfen; Kefalonia liegt in der aktivsten Erdbebenzone Europas, und die Versicherer wissen das.