🇬🇪 Georgien
Adscharien
- Hauptstadt: Batumi
- Einwohner: 403.000
- Fläche: 2.900 km²
- Typ: Die Regionen
Adscharien ist eine Autonome Republik im Südwesten Georgiens, zwischen dem Schwarzen Meer, der türkischen Grenze und den Bergen des Kleinen Kaukasus. Hauptstadt ist Batumi. Neben Tiflis ist Adscharien die einzige Region, die seit 2014 deutlich gewachsen ist — um ein Fünftel.
Die Region hat zwei Gesichter. Die Küste mit Batumi, Kobuleti, Gonio und Kwariati lebt vom Tourismus, von Neubauten und vom Hafen. Das Hinterland um Chulo und Schuachewi ist steil, bewaldet und leert sich: Chulo hat seit 2014 fast ein Drittel seiner Einwohner verloren. In den Bergdörfern leben viele muslimische Georgier, und die Dorfmoschee steht oft nicht weit von der Kirche.
Für Zugezogene zählt fast nur die Küste. Dort gibt es Krankenhäuser, Supermärkte, einen Flughafen und die Bahn nach Tiflis. Südlich von Batumi, in Gonio und Kwariati, wohnt man ruhiger und ist trotzdem in einer Viertelstunde in der Stadt. In den Bergen ist die Versorgung dünn, die Straßen sind im Winter oft gesperrt.
Was fehlt: an der Küste die Ruhe im Sommer und die Trockenheit das ganze Jahr, in den Bergen fast alles, was man im Alter braucht.
Die Einwohnerzahl bezieht sich auf die Autonome Republik Adscharien nach der Volkszählung 2024.
Charakter
Subtropische Küste mit Hochhäusern und Teegärten, dahinter stille Bergdörfer mit Moscheen und Kirchen.
Klima
An der Küste feuchtes Subtropenklima mit schwülen Sommern um 26 bis 28 Grad, milden Wintern und weit über 2.000 Millimetern Regen im Jahr. In den Bergen des Hinterlands wird es mit jedem Höhenmeter kühler, oberhalb von 1.500 Metern liegt im Winter meterhoch Schnee.
Budget & Lebenshaltung
In Batumi kostet eine Wohnung auf Dauer rund 250 bis 600 US-Dollar im Monat, in Kobuleti und den Orten südlich von Batumi weniger. Im Hinterland sind Häuser sehr günstig, aber selten auf dem Markt und schwer zu erreichen.
Deutschsprachige Community
An der Küste leben viele Zugezogene aus Russland und der Ukraine, dazu Fernarbeiter und Gäste aus der Türkei, Israel und den Nachbarländern. Deutschsprachige sind selten und finden sich über Gruppen in sozialen Netzwerken; im Hinterland gibt es praktisch keine Ausländer.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Der Boulevard von Batumi mit dem Alphabet-Turm
[*]Der Botanische Garten am Grünen Kap
[*]Die Festung Gonio, eine der ältesten Anlagen am Schwarzen Meer
[*]Der Nationalpark Mtirala mit Regenwald und Wasserfällen
[*]Das Machachela-Tal mit seinen Bogenbrücken aus dem Mittelalter
[*]Das Skigebiet am Goderdsi-Pass
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Feste & Traditionen
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[*]Das Black Sea Jazz Festival in Batumi im Sommer
[*]Adscharisches Chatschapuri mit Butter und Ei
[*]Die Almauftriebe im Frühsommer, wenn die Bergdörfer mit ihren Herden auf die Hochweiden ziehen
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Wirtschaft & Chancen
Tourismus, der Hafen von Batumi, der Wohnungsbau und der Grenzhandel mit der Türkei tragen die Region, im Hinterland Landwirtschaft und Viehzucht. Feste Stellen für Zugezogene gibt es vor allem im Tourismus, und nur mit Arbeitserlaubnis.
Tipp
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[*]Zum Wohnen die Küste, zum Atemholen die Berge — das Machachela-Tal ist eine Stunde von Batumi entfernt und eine andere Welt
[*]Im Hochsommer ist die Küste voll; wer Ruhe will, sucht zwischen Oktober und Mai
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