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🇪🇨 Ecuador

Quito und die Täler

Quito und die Täler

Quito liegt auf 2.850 Metern in einem langen, schmalen Tal zwischen zwei Andenketten und ist damit die zweithöchste Hauptstadt der Welt. Die Stadt zieht sich über vierzig Kilometer in die Länge und ist selten mehr als fünf breit — das prägt alles, vom Verkehr bis zur Frage, wo man wohnt.

Ihre Altstadt war 1978 eine der allerersten Stätten auf der Welterbeliste der UNESCO und gilt als die am besten erhaltene Lateinamerikas. Der moderne Norden rund um den Park La Carolina ist das Geschäftsviertel, im Süden liegen die Wohnviertel der Arbeiterschaft.

Für Zugezogene ist aber ein anderer Teil interessant: die Täler. Cumbayá und Tumbaco liegen wenige Kilometer östlich, mehrere hundert Meter tiefer und damit spürbar wärmer und sonniger als die Stadt. Dort stehen die ruhigen Wohnanlagen, die guten Schulen und die Universität San Francisco. Im benachbarten Tal von Los Chillos gilt dasselbe für Sangolquí, das allerdings schon zum Nachbarkanton Rumiñahui gehört.

Die Zahlen dieser Kachel sind die des Kantons Quito, also des gesamten Metropoldistrikts mit seinen Tälern.

Wer Quito wählt, bekommt die beste medizinische Versorgung des Landes, den einzigen Flughafen mit Direktflügen nach Europa und ein kulturelles Angebot, das Cuenca nicht bieten kann. Der Preis dafür ist eine Großstadt mit Großstadtproblemen — Verkehr, Lärm und Viertel, die man abends meidet.

Charakter

Hauptstadt zwischen Vulkanen: koloniale Altstadt, gläserner Norden, grüne Täler im Osten. Alles ist da — und alles ist eine Großstadt.

Klima

Auf 2.850 Metern ganzjährig kühl: tagsüber 18 bis 21 Grad, nachts 8 bis 11. Die Sonne am Äquator brennt trotzdem — Sonnenschutz ist hier keine Sommerfrage. Regenzeit von Oktober bis Mai, meist als kräftiger Nachmittagsschauer. In den Tälern Cumbayá und Tumbaco liegt es mehrere Hundert Meter tiefer und ist dadurch drei bis fünf Grad wärmer und deutlich sonniger. Heizungen gibt es nirgends.

Budget & Lebenshaltung

Ein Paar kommt in Quito mit 1.300 bis 1.800 Dollar im Monat gut zurecht. In La Floresta, La Carolina, González Suárez oder in den Tälern zahlst du für eine ordentliche Wohnung 400 bis 800 Dollar, in einfacheren Vierteln die Hälfte. Die Täler sind teurer als die Stadt, dafür ruhiger und wärmer. Wer sich am Alltagsleben orientiert statt an Importwaren, lebt hier deutlich günstiger als in jeder europäischen Hauptstadt.

Deutschsprachige Community

Quito hat die vielfältigste, aber nicht die dichteste Auswanderergemeinschaft des Landes — sie verteilt sich über eine Millionenstadt. Mit dem Colegio Alemán Quito gibt es eine deutsche Schule samt Vereinsleben, dazu die deutsche Botschaft, das Goethe-nahe Kulturangebot und eine große internationale Gemeinde rund um die Universitäten und die diplomatischen Vertretungen. Wer Anschluss sucht, findet ihn hier eher über ein Thema — Chor, Wandern, Ehrenamt — als über eine Adresse.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Die Altstadt, seit 1978 UNESCO-Welterbe, mit der Plaza Grande und der Kirche La Compañía
[*]Die Basílica del Voto Nacional, deren Türme man besteigen kann
[*]Die Seilbahn TelefériQo auf 4.050 Meter am Pichincha
[*]Das Denkmal Mitad del Mundo am Äquator, nördlich der Stadt
[*]Der Park La Carolina als grüne Mitte des modernen Nordens
[*]Der Vulkan Cotopaxi und sein Nationalpark, gut eine Autostunde südlich
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Feste & Traditionen

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[*]Fiestas de Quito Anfang Dezember, zum Gedenken an die Stadtgründung von 1534
[*]Karwoche mit der Prozession Jesús del Gran Poder am Karfreitag, mit den violett verhüllten Cucuruchos
[*]Día de los Difuntos am 2. November, mit Colada Morada und Guaguas de Pan
[*]Karneval im Februar
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Wirtschaft & Chancen

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[*]Nimm dir die ersten Tage Zeit für die Höhe — langsam gehen, viel trinken, keinen Alkohol am ersten Abend
[*]Wenn dir die Stadt zu laut ist, sieh dir Cumbayá und Tumbaco an: tiefer, wärmer, ruhiger, und die Fahrt zum Flughafen ist kürzer als aus dem Zentrum
[*]Der Flughafen Mariscal Sucre liegt in Tababela, außerhalb der Stadt. Rechne aus dem Zentrum mit einer knappen Stunde, aus den Tälern mit deutlich weniger
[*]Nachts nicht zu Fuß, sondern per App-Taxi. Das ist hier normal und keine Übervorsicht
[*]Metro, Trolebús und Ecovía kosten weniger als einen halben Dollar und sind zu den Stoßzeiten schneller als jedes Auto
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Tipp

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[*]Nimm dir die ersten Tage Zeit für die Höhe — langsam gehen, viel trinken, keinen Alkohol am ersten Abend
[*]Wenn dir die Stadt zu laut ist, sieh dir Cumbayá und Tumbaco an: tiefer, wärmer, ruhiger, und die Fahrt zum Flughafen ist kürzer als aus dem Zentrum
[*]Der Flughafen Mariscal Sucre liegt in Tababela, außerhalb der Stadt. Rechne aus dem Zentrum mit einer knappen Stunde, aus den Tälern mit deutlich weniger
[*]Nachts nicht zu Fuß, sondern per App-Taxi. Das ist hier normal und keine Übervorsicht
[*]Metro, Trolebús und Ecovía kosten weniger als einen halben Dollar und sind zu den Stoßzeiten schneller als jedes Auto
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