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🇪🇨 Ecuador

Pichincha

Pichincha

Pichincha ist die Provinz der Hauptstadt: 3.089.473 Einwohner auf 9.444 Quadratkilometern, und knapp neun von zehn davon leben im Metropoldistrikt Quito. Diese Kachel trägt die Werte der gesamten Provinz; Quito und seine Täler haben eine eigene.

Der Name kommt vom Vulkan Pichincha, an dessen Osthang die Hauptstadt liegt. An seinen Flanken wurde 1822 die Schlacht geschlagen, die Ecuadors Unabhängigkeit besiegelte — deshalb heißt die Provinz auch „Wiege der Freiheit".

Außerhalb Quitos ist Pichincha vielfältiger, als die meisten erwarten. Nach Norden liegen Cayambe mit seinem vergletscherten Vulkan von 5.790 Metern und die Rosenfelder, die Ecuador zum drittgrößten Blumenexporteur der Welt gemacht haben. Nach Süden folgt Machachi mit der „Allee der Vulkane". Und nach Nordwesten fällt das Land steil ab in den Nebelwald von Mindo, Nanegalito und San Miguel de los Bancos — auf zwei Autostunden von Quito geht es von 2.850 auf 1.200 Meter, und aus kühlem Hochland wird subtropischer Nebelwald mit über fünfhundert Vogelarten.

Und dann der Punkt, den man an keinem anderen Ort der Welt so einfach hat: Nördlich von Quito verläuft der Äquator. Das Denkmal Mitad del Mundo steht dort seit 1979, ein paar hundert Meter neben der Linie, die spätere Messungen ergeben haben.

Für Zugezogene ist Pichincha die Provinz mit der besten Versorgung, dem einzigen Europa-Flughafen und der größten Auswahl an Wohnlagen — von der Millionenstadt bis zum Nebelwalddorf.

Charakter

Die Hauptstadtprovinz: Millionenstadt, Rosenfelder, vergletscherte Vulkane, der Äquator — und zwei Stunden westlich ein Nebelwald voller Kolibris.

Klima

Die Provinz mit den größten Klimaunterschieden auf kleinem Raum. In Quito auf 2.850 Metern tagsüber 18 bis 21 Grad, nachts 8 bis 11. In den Tälern Cumbayá und Tumbaco einige hundert Meter tiefer und drei bis fünf Grad wärmer. In Cayambe und Machachi auf 2.800 bis 3.000 Metern kühler und windiger. Und im Nebelwald um Mindo auf 1.200 Metern subtropisch mit 20 bis 26 Grad und fast täglichem Regen. Regenzeit von Oktober bis Mai. Heizungen gibt es nirgends.

Budget & Lebenshaltung

Die Bandbreite ist größer als in jeder anderen Provinz. In Quito und den Tälern zahlt ein Paar 1.300 bis 1.800 Dollar im Monat, in Cayambe, Machachi oder Mindo deutlich weniger — dort liegen Wohnungen bei 200 bis 400 Dollar. Wer die Nähe zur Hauptstadt will, ohne ihre Preise zu zahlen, findet in den Randgemeinden gute Rechnungen. Ein Auto oder eine verlässliche Busverbindung gehört dann allerdings dazu.

Deutschsprachige Community

Quito hat die vielfältigste internationale Gemeinschaft des Landes: das Colegio Alemán Quito mit Vereinsleben, die deutsche Botschaft, Handelskammern, Universitäten und eine große diplomatische Gemeinde. In Mindo und Nanegalito leben einzelne Zugezogene, die Lodges oder Vogelbeobachtungsprojekte führen. Wer Anschluss sucht, findet ihn in dieser Provinz eher über ein Thema als über einen Ort.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Die Altstadt von Quito, seit 1978 UNESCO-Welterbe
[*]Das Äquatordenkmal Mitad del Mundo nördlich der Stadt
[*]Der Nebelwald von Mindo mit seinen Kolibris und Schmetterlingsgärten
[*]Der vergletscherte Vulkan Cayambe, der höchste Punkt der Erde direkt auf dem Äquator
[*]Der Krater von Pululahua, einer der wenigen bewohnten Vulkankrater der Welt
[*]Die Seilbahn TelefériQo auf 4.050 Meter am Pichincha
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Feste & Traditionen

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[*]Fiestas de Quito Anfang Dezember
[*]Inti Raymi im Juni, besonders in Cayambe
[*]El Paseo del Chagra in Machachi im Juli, das Fest der Andenreiter
[*]Día de los Difuntos am 2. November mit Colada Morada und Guaguas de Pan
[*]Karwoche mit der Prozession Jesús del Gran Poder
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Wirtschaft & Chancen

Pichincha ist Verwaltungs-, Finanz- und Dienstleistungszentrum des Landes und hat den größten Arbeitsmarkt für qualifizierte Tätigkeiten. Dazu kommt der Blumenexport rund um Cayambe und Tabacundo, ein Wirtschaftszweig mit ständigem Europabezug, der Fachwissen von außen brauchen kann. Für Zugezogene sind Fernarbeit, Sprachunterricht, Beratung für exportierende Unternehmen und Tourismus im Nebelwald die realistischen Wege. Wer ein Gewerbe gründen will, findet hier die besten Voraussetzungen — Behörden, Banken, Anwälte und Zollagenten sitzen alle in derselben Stadt.

Tipp

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[*]Wenn dir Quito zu hoch ist, sieh dir die Täler an — Cumbayá und Tumbaco liegen mehrere hundert Meter tiefer und sind spürbar wärmer
[*]Der Flughafen Mariscal Sucre in Tababela ist der einzige des Landes mit Direktflügen nach Europa. Aus dem Zentrum sind es rund eine Stunde, aus den Tälern deutlich weniger
[*]Mindo ist von Quito in zwei Stunden erreichbar und ein völlig anderes Klima — ein guter Ausweg, wenn einem die Höhe zusetzt
[*]Für die medizinische Versorgung ist diese Provinz die beste Adresse des Landes
[*]Nachts in Quito nicht zu Fuß, sondern per App-Taxi. Das ist hier normal
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