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🇪🇨 Ecuador

Loja

Loja

Loja ist Ecuadors südlichste Andenprovinz, grenzt an Peru und hat 485.421 Einwohner auf 11.066 Quadratkilometern. Sie gilt als die kulturelle Provinz des Landes: Die Universidad Nacional de Loja und das Konservatorium haben Generationen von Musikern hervorgebracht, und ein erheblicher Teil der bekannten ecuadorianischen Volkslieder stammt von hier.

Die gleichnamige Hauptstadt liegt auf 2.225 Metern in einem Talkessel, den die Kichwa „Cuxibamba" nannten — lachendes Tal. Mit rund 250.000 Einwohnern im Kanton ist sie eine der ältesten Städte Ecuadors, gegründet 1548, und war früh bekannt für eine für lateinamerikanische Verhältnisse ungewöhnlich saubere Stadtverwaltung.

Die Landschaft ist die vielfältigste des Südens. Im Osten fällt die Provinz in den Nationalpark Podocarpus ab, einen der artenreichsten Nebelwälder des Kontinents. Im Westen wird es trocken und heiß, um Zapotillo herrscht Trockenwald mit Ceibo-Bäumen. Und dazwischen liegt Vilcabamba, das Tal, das seit den siebziger Jahren Zugezogene anzieht und in dieser Liste eine eigene Kachel hat; seine Zahlen sind hier mit enthalten.

Für Zugezogene ist Loja eine ernsthafte Möglichkeit: mild, günstig, kultiviert und ruhig. Der Preis dafür ist die Abgeschiedenheit — bis zum nächsten internationalen Flughafen sind es acht Autostunden.

Charakter

Die Musik- und Universitätsprovinz im äußersten Süden: mildes Klima, Nebelwald im Osten, Trockenwald im Westen — und ein Tal mit langem Ruf.

Klima

Mild und ohne Jahreszeiten. In der Stadt Loja auf 2.225 Metern tagsüber 18 bis 23 Grad, nachts 10 bis 13 — angenehmer als Quito, kühler als Vilcabamba, das fünfhundert Meter tiefer liegt und auf 22 bis 26 Grad kommt. Im Westen der Provinz, um Zapotillo und Macará, wird es trocken und heiß mit über 30 Grad. Die Regenzeit fällt hier anders als im übrigen Hochland: Sie liegt von Januar bis April, danach wird es trockener. Heizungen gibt es nicht.

Budget & Lebenshaltung

Eine der günstigsten Provinzen des Landes. Ein Paar lebt hier mit 900 bis 1.200 Dollar im Monat gut. Wohnungen in der Stadt Loja liegen bei 200 bis 400 Dollar, in den kleineren Kantonen und auf dem Land deutlich darunter. In Vilcabamba haben die Preise durch die Zugezogenen angezogen. Der Markt in Loja ist günstig, und Kaffee, Obst und Gemüse kommen aus der Provinz selbst.

Deutschsprachige Community

Die internationale Gemeinde der Provinz sitzt in Vilcabamba und ist bunt gemischt — Amerikaner, Deutsche, Schweizer, Argentinier. In der Stadt Loja ist sie klein, dafür ist das Umfeld ecuadorianischer und studentisch geprägt. Verein oder deutsche Schule gibt es nicht; wer Deutsch im Alltag braucht, ist hier falsch. Wer dagegen in einer freundlichen, überschaubaren Stadt Spanisch lernen und leben will, findet in Loja gute Bedingungen.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Der Nationalpark Podocarpus mit Nebelwald und über sechshundert Vogelarten
[*]Das Tal von Vilcabamba mit dem Berg Mandango
[*]Die Puerta de la Ciudad, das Stadttor von Loja
[*]Der Parque Jipiro mit seinen Nachbauten weltweiter Bauwerke
[*]Der Wallfahrtsort El Cisne
[*]Der Trockenwald und die Ceibo-Bäume um Zapotillo
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Feste & Traditionen

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[*]Die Wallfahrt der Virgen del Cisne von August bis November, über siebzig Kilometer nach Loja
[*]Fiestas de Loja am 18. November, Unabhängigkeitstag
[*]Das Internationale Kunstfestival Loja im November
[*]Die Feria de Integración Fronteriza am 8. September
[*]Karneval im Februar
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Wirtschaft & Chancen

Loja lebt von Landwirtschaft, Kaffee, Zuckerrohr, Viehzucht und den Universitäten; dazu von Windenergie am Villonaco. Für Zugezogene bieten sich kleine Pensionen und Gastronomie in Vilcabamba an, wobei der Markt dort bereits eng ist. Deutlich interessanter ist der Kaffee: Die Bohnen aus dem Süden Ecuadors gehören zu den besten des Kontinents und haben kaum Zugang zu europäischen Röstern. Wer diesen Weg kennt, bringt hier etwas mit, das fehlt.

Tipp

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[*]Der Flughafen liegt in Catamayo, eine halbe Stunde von der Stadt, und fliegt nur innerhalb Ecuadors. Nach Guayaquil sind es über die Straße rund acht Stunden
[*]Für Fachärzte reicht Loja in vielen Fällen; für Schwierigeres fährt man nach Cuenca, gut vier Stunden nördlich
[*]Wer Vilcabamba in Betracht zieht, sollte auch die Stadt Loja ansehen — mehr Infrastruktur, kaum höhere Kosten, und die Fahrt zwischen beiden dauert dreiviertel Stunden
[*]Die Regenzeit liegt hier anders als in Quito oder Cuenca. Wer das Klima prüfen will, kommt zwischen Januar und April
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