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Imbabura

Imbabura

Imbabura nennt sich „Provinz der Seen", und der Name ist verdient: Zwischen den Vulkanen Imbabura und Cotacachi liegen der Kratersee Cuicocha, der San Pablo, der Yahuarcocha und mehrere kleinere. 469.879 Menschen leben auf 4.785 Quadratkilometern, gut zwei Autostunden nördlich von Quito.

Die Hauptstadt Ibarra auf 2.225 Metern wird „la ciudad blanca" genannt, die weiße Stadt, wegen ihrer gekalkten Kolonialbauten. Sie hat 217.469 Einwohner im Kanton, Kliniken, Universitäten und ein mildes Klima — sie liegt sechshundert Meter tiefer als Quito und ist entsprechend wärmer.

Bekannter als die Hauptstadt sind Otavalo mit seinem Kunsthandwerksmarkt und Cotacachi mit seinen Lederwerkstätten; beide haben in dieser Liste eine eigene Kachel, ihre Zahlen sind in den Provinzwerten hier mit enthalten.

2019 wurde die gesamte Provinz von der UNESCO als Geopark anerkannt — der erste Ecuadors —, wegen ihrer Vulkane, Kraterseen und der Verbindung von Geologie und indigener Kultur.

Für Zugezogene ist Imbabura eine der interessantesten Provinzen des Landes: mildes Klima, gute Anbindung nach Quito, niedrige Preise, Berge und Seen — und in Cotacachi bereits eine funktionierende Gemeinde von Ruheständlern.

Charakter

Provinz der Seen und Vulkane, erster Geopark Ecuadors: milder als Quito, indigen geprägt, mit Kunsthandwerk von Rang.

Klima

Mild und ohne Jahreszeiten. In Ibarra auf 2.225 Metern tagsüber 20 bis 25 Grad, nachts 10 bis 14 — spürbar wärmer als Quito. In Otavalo und Cotacachi auf gut 2.400 bis 2.550 Metern etwas kühler. Im Norden fällt die Provinz in das heiße Tal von Chota ab, im Westen in die subtropische Zone um Intag. Regenzeit von Oktober bis Mai, die trockensten Monate sind Juli und August. Heizungen gibt es nicht, abends braucht man einen Pullover.

Budget & Lebenshaltung

Günstig. Ein Paar lebt hier mit 1.000 bis 1.400 Dollar im Monat gut. Wohnungen in Ibarra liegen bei 200 bis 400 Dollar, in Otavalo ähnlich, in Cotacachi durch die Zugezogenen etwas darüber. Häuser mit Grundstück in den Dörfern sind deutlich günstiger als im Umland von Quito oder Cuenca. Der Markt in Otavalo hält die Lebensmittelrechnung klein.

Deutschsprachige Community

Die Gemeinde der Zugezogenen sitzt in Cotacachi und ist überwiegend nordamerikanisch, mit eigenen Treffen und einem Wanderclub. Deutschsprachige gibt es einzeln, weder Verein noch Schule — dafür fährt man nach Quito. In Otavalo und den Dörfern ist die Prägung stark indigen, Kichwa ist Alltagssprache, und der Zugang läuft über Nachbarschaft und Spanisch.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Die Lagune Cuicocha im Krater des Cotacachi
[*]Der See San Pablo am Fuß des Vulkans Imbabura
[*]Der Yahuarcocha-See bei Ibarra mit seiner Rennstrecke
[*]Der Markt am Plaza de los Ponchos in Otavalo
[*]Die Wasserfälle von Peguche
[*]Das Chota-Tal mit seiner afroecuadorianischen Kultur und Musik
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Feste & Traditionen

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[*]Inti Raymi im Juni, das Sonnenwendfest der Kichwa — das größte indigene Fest des ecuadorianischen Nordens
[*]Yamor Anfang September in Otavalo
[*]Fiestas de Ibarra am 28. September
[*]Pawkar Raymi, das Blütenfest im Februar
[*]Fiesta de la Jora im September in Cotacachi
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Wirtschaft & Chancen

Imbabura lebt von Textilien, Lederhandwerk, Landwirtschaft, Zuckerrohr im Chota-Tal und vom Tourismus. Für Zugezogene sind kleine Pensionen, Cafés und Führungen der naheliegende Weg — in Cotacachi und Otavalo allerdings bereits gut besetzt. Die eigentliche Lücke liegt im Handel: Otavalos Textilien und Cotacachis Lederwaren gehen seit Jahrzehnten ins Ausland, und wer europäische Vertriebs- und Zertifizierungswege kennt, bringt hier etwas mit, das fehlt.

Tipp

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[*]Wenn dir Quito zu hoch und zu kühl ist, sieh dir Ibarra an — sechshundert Meter tiefer, deutlich milder, und zwei Stunden von der Hauptstadt entfernt
[*]Für Fachärzte reicht Ibarra in vielen Fällen; für Schwierigeres fährt man nach Quito
[*]Zum Flughafen Quito sind es rund zwei Stunden über die Fernstraße E35
[*]Die Provinz ist erster UNESCO-Geopark Ecuadors. Wer wandert, findet hier ausgeschilderte Wege — anders als in vielen anderen Regionen
[*]Kichwa ist hier lebendig. Ein paar Wörter zu lernen öffnet Türen, die Spanisch allein nicht öffnet
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