🇪🇨 Ecuador
El Oro
- Hauptstadt: Machala
- Einwohner: 714.592
- Fläche: 5.879 km²
- Typ: Die Provinzen
El Oro liegt im äußersten Südwesten an der Grenze zu Peru und hat 714.592 Einwohner auf 5.879 Quadratkilometern. Der Name kommt vom Gold, das in Zaruma und Portovelo seit der Kolonialzeit abgebaut wird — die eigentliche Wirtschaftsgrundlage ist heute aber eine andere: die Banane.
Die Hauptstadt Machala nennt sich „Welthauptstadt der Banane", und das ist keine Übertreibung. Über den nahen Hafen Puerto Bolívar geht ein erheblicher Teil der ecuadorianischen Bananenausfuhr, und Ecuador ist der größte Bananenexporteur der Welt. Dazu kommen Garnelenzucht, Kakao und Kaffee.
Landschaftlich ist die Provinz zweigeteilt. Unten die heiße, flache Küstenebene mit Plantagen und Garnelenteichen; oben, in einer Autostunde erreichbar, die Bergbaustädtchen Zaruma und Piñas auf über 1.100 Metern. Zaruma ist mit seinen Holzhäusern und der geschnitzten Kirche eines der schönsten Städtchen Ecuadors und steht auf der Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe. Der jahrhundertelange Bergbau hat allerdings ein ernstes Problem hinterlassen: In der Altstadt sind mehrfach Straßen und Gebäude in alte Stollen eingebrochen.
Für Zugezogene ist El Oro kein klassisches Ziel. Wer die Küstenhitze mag und einen preiswerten Ort mit Anschluss sucht, findet in Machala eine funktionierende Stadt — und in den Bergen ein Klima, das viele angenehmer finden.
Charakter
Bananen, Garnelen und Gold: heiße Küstenebene mit dem wichtigsten Bananenhafen des Landes, und eine Autostunde darüber koloniale Bergbaustädtchen mit mildem Klima.
Klima
In der Küstenebene um Machala tropisch und feucht: von Januar bis April 28 bis 33 Grad mit kräftigen Regenfällen, von Juni bis November 23 bis 28 Grad, trockener und oft bewölkt. Ohne Klimaanlage oder Ventilator ist es dort auf Dauer beschwerlich. In den Bergorten Zaruma und Piñas auf über 1.100 Metern liegen die Werte dagegen ganzjährig bei angenehmen 20 bis 26 Grad — ein Unterschied von einer Autostunde und mehreren Klimazonen.
Budget & Lebenshaltung
Günstig. Ein Paar lebt hier mit 950 bis 1.300 Dollar im Monat gut. Wohnungen in Machala liegen bei 200 bis 400 Dollar, in Zaruma und Piñas darunter. Wie überall an der Küste ist die Klimaanlage der größte Einzelposten — in den Bergorten der Provinz entfällt er, weil es dort ganzjährig angenehm ist.
Deutschsprachige Community
Eine internationale Gemeinde gibt es in El Oro nicht. Machala ist eine Arbeits- und Handelsstadt, geprägt vom Export und vom Grenzverkehr nach Peru. In Zaruma und Piñas leben einzelne Zugezogene, angezogen vom Klima und den niedrigen Preisen, aber ohne Verein oder Treffpunkt. Der Alltag läuft überall auf Spanisch.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Zaruma mit seinen hölzernen Kolonialhäusern und der geschnitzten Kirche
[*]Der versteinerte Wald von Puyango an der Grenze zu Loja
[*]Der Bananenhafen Puerto Bolívar
[*]Die Insel Jambelí mit ihren Mangrovenstränden
[*]Die Goldminen und das Bergbaumuseum in Portovelo
[*]Der Nebelwald von Buenaventura mit seiner Vogelvielfalt
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Feste & Traditionen
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[*]Die Bananenmesse Feria Mundial del Banano in Machala im September
[*]Fiestas de Machala am 25. Juni, Gründungstag des Kantons
[*]Provinztag von El Oro am 23. April
[*]Karneval im Februar
[*]Das Fest der Virgen del Carmen in Zaruma im Juli
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Wirtschaft & Chancen
El Oro lebt vom Bananenexport, von Garnelenzucht, Kakao, Kaffee und Bergbau. Für Zugezogene gibt es kaum einen Markt für Dienstleistungen an Ausländern — die Chance liegt hier eindeutig im Handel. Wer europäische Einkäufer, Zertifizierungen oder Vertriebswege kennt, bringt genau das mit, was vielen mittelgroßen Erzeugern in dieser Provinz fehlt. Für Bio- und Fairtrade-Zertifizierung im Kakao- und Kaffeebereich gilt dasselbe.
Tipp
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[*]Wenn dir Machala zu heiß ist, sieh dir Zaruma und Piñas an — eine Autostunde bergauf und ein völlig anderes Klima
[*]In der Altstadt von Zaruma sind mehrfach Straßen in alte Bergbaustollen eingebrochen. Kauf dort nichts ohne bauliches Gutachten
[*]Für Fachärzte reicht Machala in vielen Fällen; für Schwierigeres fährt man nach Guayaquil, rund drei Stunden nördlich
[*]Die Grenze nach Peru bei Huaquillas ist stark frequentiert. Wer sie überqueren will, sollte den offiziellen Übergang nehmen und die aktuellen Sicherheitshinweise lesen
[*]Zum Flughafen Guayaquil sind es rund drei Stunden über die Küstenstraße
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