🇨🇱 Chile
Tarapacá
- Hauptstadt: Iquique
- Einwohner: 369.806
- Fläche: 42.225,8 km²
- Typ: Die Regionen
Tarapacá ist Wüste, Meer und Bergwerk. Die Hauptstadt Iquique liegt auf einem schmalen Streifen zwischen dem Pazifik und einer über sechshundert Meter hohen Steilküste, die sich hinter der Stadt erhebt — von oben starten die Gleitschirmflieger und landen am Strand. Iquique lebte im 19. Jahrhundert vom Salpeter, und aus dieser Zeit stammt das Zentrum mit dem Stadttheater und den Holzhäusern im georgianischen Stil an der Fußgängerzone Baquedano. Heute lebt die Stadt vom Hafen, von der Zollfreizone ZOFRI und vom Bergbau im Hinterland; nebenan ist mit Alto Hospicio eine zweite Stadt gewachsen. Landeinwärts liegt die Pampa del Tamarugal mit den Ruinen der Salpeterstädte Humberstone und Santa Laura, die als Weltkulturerbe erhalten sind, und noch weiter östlich das Altiplano mit den Thermalquellen von Mamiña und Pica. Für Zugezogene ist das eine Region mit stabilem, mildem Klima und ohne Winter — aber auch mit einer Trockenheit, die man erst nach Monaten wirklich versteht.
Charakter
Strand vor der Steilwand, Zollfreizone und Salpetergeschichte in der Wüste.
Klima
Küstenwüste mit Meereseinfluss: nahezu kein Regen, Tagestemperaturen ganzjährig zwischen 17 und 27 Grad, morgens häufig Küstennebel. Im Hochland dagegen große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, Nachtfrost und Sommerniederschläge im Januar und Februar.
Budget & Lebenshaltung
Mieten in Iquique liegen unter dem Niveau von Santiago, aber über dem des chilenischen Durchschnitts, weil die Bergbaugehälter das Niveau treiben. Elektronik und Haushaltsgeräte sind wegen der Zollfreizone spürbar günstiger als im Rest des Landes. Heizkosten gibt es nicht.
Deutschsprachige Community
Stark international geprägt durch Hafen und Zollfreizone, mit großen Gemeinden aus Bolivien, Peru, Kolumbien und Venezuela und einer alten kroatischen und chinesischen Einwanderung. Aymara-Gemeinden im Hochland. Deutschsprachige Vereine gibt es hier nicht.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Playa Cavancha und die Strandpromenade von Iquique
[*]Calle Baquedano mit den Holzhäusern aus der Salpeterzeit und dem Teatro Municipal
[*]Humberstone und Santa Laura — Weltkulturerbe-Ruinen zweier Salpeterstädte
[*]Geoglifos de Pintados in der Pampa del Tamarugal
[*]Oasendörfer Pica und Matilla mit ihren Quellbecken und Zitrusgärten
[*]Thermalquellen von Mamiña im Hochland
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Feste & Traditionen
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[*]Fiesta de La Tirana im Juli — die größte religiöse Wallfahrt Nordchiles mit Tausenden Tänzern in Kostümen
[*]Fiesta de San Lorenzo de Tarapacá im August
[*]Machaq Mara im Juni — Aymara-Neujahr im Hochland
[*]Fiestas Patrias um den 18. September
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Wirtschaft & Chancen
Kupfer- und Salpeterbergbau, Hafen, die Zollfreizone ZOFRI als einer der größten Umschlagplätze Südamerikas, Fischerei und Tourismus. Für Zugezogene sind Handel, Tourismus und Dienstleistungen rund um die Bergbaubetriebe die realistischen Wege.
Tipp
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[*]Trink deutlich mehr, als du gewohnt bist — die Luftfeuchte täuscht, die Wüste entzieht trotzdem Wasser
[*]Iquique liegt direkt an der Küste in einer aktiven Erdbebenzone; präg dir die Tsunami-Fluchtwege ein, sie sind überall ausgeschildert
[*]Für größere Anschaffungen lohnt der Weg in die ZOFRI, aber Preise vorher vergleichen — nicht alles dort ist günstiger
[*]Der Weg ins Hochland führt in wenigen Stunden von null auf über viertausend Meter; steig langsam auf
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