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🇨🇱 Chile

Los Ríos

Los Ríos

Der Name ist Programm: Die Region der Flüsse. Sie wurde 2007 aus dem Norden der Region Los Lagos herausgelöst und ist nach Aysén die zweitkleinste des Landes nach Einwohnern. Ihr Zentrum ist Valdivia, die Universitäts- und Flussstadt mit deutscher Geschichte. Nach Osten reihen sich die Seen: Panguipulli, Riñihue, Calafquén, Ranco — die sogenannten sieben Seen, eine Landschaft aus Wasser, Wald und Vulkanen, die im Sommer voll und den Rest des Jahres fast leer ist. Im Süden liegt La Unión mit dem Lago Ranco, im Westen eine wilde Küste mit Corral, Niebla und Mehuín und dem Küstenregenwald von Alerce Costero, in dem Bäume stehen, die dreitausend Jahre alt sind. Hier war das Zentrum des Erdbebens von 1960, des stärksten je gemessenen — Teile des Landes senkten sich damals um zwei Meter, was die heutigen Feuchtgebiete entstehen ließ. Für Zugezogene ist Los Ríos eine der beliebtesten Regionen: europäisch geprägt, gut versorgt, grün — und sehr regenreich.

Charakter

Flüsse, Seen und Regenwald — der grünste Winkel Chiles.

Klima

Ozeanisch und sehr regenreich: rund 2.000 Millimeter im Jahr, verteilt über alle Monate mit Schwerpunkt zwischen Mai und August. Sommer um 23 Grad, Winter um 11 Grad tagsüber, Frost selten, Schnee nur in den Bergen. Wer den norddeutschen Winter kennt, findet hier eine mildere, aber deutlich nassere Ausgabe davon.

Budget & Lebenshaltung

Deutlich günstiger als das Zentrum des Landes. In Valdivia treiben Studenten und Zuzug die Mieten leicht an, in den Seeorten die Ferienhäuser; auf dem Land bekommt man Haus und Grundstück für wenig Geld. Der große Posten sind Heizung und Instandhaltung, denn die Feuchtigkeit setzt allem zu.

Deutschsprachige Community

Eine der ältesten deutschen Einwanderergemeinden Chiles mit deutscher Schule, Vereinen, Chören und Feuerwehrkompanien in Valdivia und La Unión. Dazu eine internationale Universitätsszene und Mapuche-Huilliche-Gemeinden im Umland.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Valdivia mit Feria Fluvial, Flusspromenade und den Seelöwen am Markt
[*]Festungen von Niebla, Corral und Mancera an der Flussmündung
[*]Parque Nacional Alerce Costero mit dreitausend Jahre alten Bäumen
[*]Sieben-Seen-Gebiet um Panguipulli, Calafquén und Riñihue
[*]Lago Ranco mit Futrono und den Thermalquellen im Umland
[*]Santuario Carlos Anwandter mit den Schwarzhalsschwänen
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Feste & Traditionen

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[*]Noche Valdiviana im Februar — Bootskorso und Feuerwerk auf dem Fluss
[*]Semana Valdiviana mit Konzerten und Märkten
[*]Bierfeste der deutschstämmigen Brauereien
[*]We Tripantu im Juni in den Huilliche-Gemeinden
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Wirtschaft & Chancen

Universität und Forschung, Forstwirtschaft, Milchwirtschaft, Lachszucht, Bier- und Lebensmittelherstellung sowie Tourismus. Für Zugezogene bieten sich Sprachunterricht, Gastronomie, Ferienvermietung und Handwerk an; Deutschkenntnisse sind an der deutschen Schule und im Kulturbereich gefragt.

Tipp

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[*]Nimm die Regenmenge ernst und such ein Haus, das trocken ist — Feuchtigkeit und Schimmel sind hier die häufigste Klage von Zugezogenen
[*]Valdivia hat Universitätsklinik und Fachärzte; das ist im Süden ein starkes Argument
[*]Frag beim Kauf am See nach der Zufahrt im Winter — manche Wege sind von Juni bis September nur mit Allrad befahrbar
[*]Der Flughafen Valdivia verbindet direkt mit Santiago und spart die zwölfstündige Busfahrt
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