🇨🇱 Chile
La Araucanía
- Hauptstadt: Temuco
- Einwohner: 1.010.423
- Fläche: 31.842,3 km²
- Typ: Die Regionen
La Araucanía ist das Kernland der Mapuche und die Region mit dem höchsten Anteil indigener Bevölkerung in Chile. Bis 1881 war dieses Gebiet nicht unter chilenischer Kontrolle; erst danach wurden Temuco und die anderen Städte gegründet und Siedler aus Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern angeworben. Diese doppelte Geschichte prägt die Region bis heute — sie ist landschaftlich eine der schönsten Chiles und zugleich die mit dem ungelösten Landkonflikt zwischen Mapuche-Gemeinden, Forstunternehmen und Staat, der sich vor allem im Norden und an der Küste in Anschlägen auf Maschinen und Betriebe äußert. Temuco ist die Hauptstadt, eine Handels- und Universitätsstadt mit dem größten Mapuche-Markt des Landes. Im Osten liegt die Seenregion mit Villarrica, Pucón und den Vulkanen, dazu die Araukarienwälder von Conguillío und Nahuelbuta, die man sonst nirgends auf der Welt in dieser Form findet. Für Zugezogene ist das die Gegend für Natur und Ruhe — mit einem Thema, über das man mit Ortsansässigen sprechen sollte, bevor man ein Grundstück kauft.
Charakter
Araukarien, Vulkane und Seen — Mapuche-Land mit ungelöster Geschichte.
Klima
Ozeanisch, kühl und regenreich: Sommer um 24 Grad und meist trocken, Winter um 10 Grad tagsüber mit Dauerregen und gelegentlich Schnee. Zwischen 1.200 und über 2.000 Millimeter Niederschlag im Jahr, je nach Lage, der Großteil zwischen Mai und August.
Budget & Lebenshaltung
Günstig, in vielen Gemeinden sogar sehr günstig, mit Ausnahme von Pucón und den Seeufern. Die Preise spiegeln teilweise die Unsicherheit in bestimmten Gebieten wider — ungewöhnlich billige Angebote haben oft einen Grund, nach dem man fragen sollte. Die Heizkosten sind hoch, der Winter ist lang und nass.
Deutschsprachige Community
Große Mapuche-Bevölkerung mit lebendiger Sprache und Kultur. Deutsche Schule Temuco und deutsch-chilenische Vereine aus der Siedlungszeit, dazu eine schweizerische Honorarvertretung. In Villarrica und Pucón eine wachsende Gemeinschaft europäischer Zugezogener.
Sehenswürdigkeiten
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[*]Parque Nacional Conguillío mit dem Vulkan Llaima und den Araukarienwäldern
[*]Parque Nacional Nahuelbuta in der Küstenkordillere
[*]Vulkan Villarrica und der Lago Villarrica bei Pucón
[*]Mercado Municipal und Feria Pinto in Temuco mit Mapuche-Kunsthandwerk
[*]Termas Geométricas und die heißen Quellen um Coñaripe
[*]Lago Budi — der einzige Salzwassersee Südamerikas, mit Mapuche-Lafkenche-Gemeinden
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Feste & Traditionen
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[*]We Tripantu im Juni — Mapuche-Neujahr zur Wintersonnenwende
[*]Nguillatún — das große Bittfest der Mapuche-Gemeinden
[*]Muestra Costumbrista in Villarrica im Februar
[*]Fiestas Patrias um den 18. September
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Wirtschaft & Chancen
Land- und Forstwirtschaft, Getreide, Beeren, Viehzucht, dazu ein starker Tourismus im Osten der Region und Universitäten in Temuco. Für Zugezogene realistisch sind Tourismus, Ferienvermietung, Gastronomie und Handwerk; Deutschkenntnisse sind an der deutschen Schule und im Sommergeschäft von Vorteil.
Tipp
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[*]Sprich vor jedem Grundstückskauf mit Nachbarn und Ortsansässigen über die Lage — das ist hier wichtiger als in jeder anderen Region Chiles
[*]Prüf im Grundbuch, ob ein Grundstück als indigenes Land eingetragen ist; solches Land darf nur zwischen Angehörigen indigener Völker übertragen werden
[*]Temuco hat Kliniken, Fachärzte und Flughafen; wer weiter draußen wohnt, sollte die Fahrzeit kennen
[*]In Temuco und Padre Las Casas gilt ein Luftreinhalteplan mit Verboten für alte Holzöfen an schlechten Wintertagen
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