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🇨🇱 Chile

Coquimbo

Coquimbo

Coquimbo ist die Region der Täler und der Sterne. Drei Flüsse — Elqui, Limarí und Choapa — schneiden grüne Bänder in eine ansonsten trockene Landschaft, und in diesen Bändern wächst alles, wofür die Region bekannt ist: Trauben für Pisco und Export, Avocados, Papayas, Oliven. An der Küste liegen La Serena und Coquimbo als zusammengewachsene Doppelstadt, dazu ruhige Badeorte wie Guanaqueros und Tongoy und weiter südlich Los Vilos. Im Hinterland folgen Ovalle und Illapel, Städte, die vom Bergbau und von der Landwirtschaft leben. Was diese Region weltweit einzigartig macht, ist der Himmel: An über dreihundert Nächten im Jahr ist er klar, und deshalb stehen hier die großen Observatorien Cerro Tololo, La Silla und Las Campanas. Chile hat den Nachthimmel dieser Gegend unter Schutz gestellt, mit Vorschriften gegen Lichtverschmutzung. Für Zugezogene aus Europa ist Coquimbo eine der beliebtesten Regionen überhaupt: mild das ganze Jahr, ohne Heizperiode, mit Meer, Bergen und einer Infrastruktur, die für den Alltag reicht.

Charakter

Grüne Täler in trockenem Land, Pisco, Pazifik und der klarste Nachthimmel der Südhalbkugel.

Klima

Halbtrocken und vom Meer gemildert. An der Küste Sommer um 24 Grad, Winter selten unter 10 Grad tagsüber, wenig Regen und der überwiegend zwischen Mai und Juli. In den Tälern trockener und heißer am Tag, kühler in der Nacht. Der morgendliche Küstennebel, die Camanchaca, gehört zum Bild und löst sich meist bis Mittag auf.

Budget & Lebenshaltung

Merklich günstiger als Santiago und Valparaíso. Im Hinterland und in den Tälern bekommt man für wenig Geld Haus und Grundstück, an der Küste zahlt man für die Aussicht. Die Nebenkosten sind niedrig, weil keine Heizperiode anfällt.

Deutschsprachige Community

Eine der stärksten Zuzugsregionen für europäische und nordamerikanische Ruheständler außerhalb der Großstädte, dazu viele Chilenen aus Santiago mit Zweitwohnsitz. Internationale Astronomengemeinde rund um die Observatorien. Deutschsprachige Vereine und Schulen gibt es hier nicht.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Valle de Elqui mit Vicuña, Pisco Elqui und den Brennereien
[*]Observatorio Cerro Mamalluca und die Sternbeobachtung für Besucher
[*]Historisches Zentrum von La Serena und die Strandpromenade Avenida del Mar
[*]Punta de Choros und die Insel Damas mit Humboldt-Pinguinen und Delfinen
[*]Valle del Limarí mit Ovalle und dem Monumento Natural Pichasca
[*]Tongoy und Guanaqueros — ruhige Buchten mit Fischrestaurants
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Feste & Traditionen

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[*]Fiesta Grande de Andacollo Ende Dezember — die größte Wallfahrt Nordchiles
[*]Fiesta Chica in Andacollo im Oktober
[*]Fiesta de la Vendimia in den Pisco-Tälern im März
[*]Fiestas Patrias um den 18. September
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Wirtschaft & Chancen

Landwirtschaft mit Tafeltrauben, Pisco, Avocados und Oliven, Bergbau im Hinterland, Fischerei, Astronomie und ein starker Sommertourismus. Für Zugezogene bieten sich Ferienvermietung, Gastronomie, Fremdsprachenunterricht und kleine Dienstleistungen an.

Tipp

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[*]Frag vor jedem Haus- oder Grundstückskauf nach dem Wasserrecht — die Region ist seit Jahren von Trockenheit betroffen und das Wasser ist rechtlich vom Grundstück getrennt
[*]Kliniken und Fachärzte gibt es in La Serena und Ovalle; wer weiter im Tal wohnt, plant Fahrzeiten ein
[*]Für Sternbeobachtung die Neumondzeit wählen und im Voraus buchen — die Observatorien haben begrenzte Besucherplätze
[*]Im Januar und Februar füllt sich die Küste mit Urlaubern aus Santiago; sieh dir eine Wohnung in dieser Zeit an, dann kennst du den lautesten Fall
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