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🇨🇱 Chile

Atacama

Atacama

Die Region Atacama ist der Übergang: Im Norden noch reine Wüste, im Süden beginnt vorsichtig das Grün. Dazwischen liegen drei Flusstäler, die von den Anden zum Meer laufen — Copiapó, Huasco und Salado —, und in ihnen wächst, was diese Region ausmacht: Tafeltrauben, Oliven und der Pisco aus dem Huasco-Tal. Die Hauptstadt Copiapó ist eine Bergbaustadt mit langer Geschichte; hier fuhr 1851 die erste Eisenbahn Südamerikas, und hier lag die Mine San José, in der 2010 dreiunddreißig Bergleute neunundsechzig Tage lang verschüttet waren, bevor sie vor den Augen der Welt gerettet wurden. An der Küste liegen ruhige Badeorte wie Bahía Inglesa mit türkisfarbenem Wasser und weißem Sand, dazu Caldera als Hafen. Und alle paar Jahre, wenn im Winter ungewöhnlich viel Regen fällt, geschieht etwas, das es nirgends sonst gibt: Die Wüste blüht. Über zweihundert Pflanzenarten treiben gleichzeitig aus und färben die Ebene über Wochen violett, gelb und weiß. Für Zugezogene ist es eine ruhige, warme Gegend mit wenig Auswahl an Infrastruktur, aber mit einem Klima, das dem europäischen Winter am weitesten entgegengesetzt ist.

Charakter

Wüste, die alle paar Jahre blüht, mit grünen Flusstälern und türkisfarbenen Buchten.

Klima

Wüstenklima mit Meereseinfluss an der Küste: ganzjährig zwischen 14 und 25 Grad, kaum Regen, häufig Morgennebel. Landeinwärts heißer am Tag und deutlich kühler in der Nacht. Regen fällt nur in unregelmäßigen Abständen im Winter — und genau diese Jahre sind es, in denen die Wüste blüht.

Budget & Lebenshaltung

Deutlich günstiger als die Bergbauregionen weiter nördlich und als das Zentrum des Landes. An der Küste, besonders in Bahía Inglesa und Caldera, ziehen die Ferienhäuser die Preise saisonal an. Heizkosten fallen kaum an.

Deutschsprachige Community

Bergbaugeprägt, mit Zuzug aus dem ganzen Land und aus Südamerika. Eine kleine, überschaubare Gemeinschaft europäischer Zugezogener, vor allem an der Küste. Deutschsprachige Vereine oder Schulen gibt es hier nicht.

Sehenswürdigkeiten

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[*]Bahía Inglesa und Playa La Virgen — die klarsten Buchten der chilenischen Küste
[*]Parque Nacional Pan de Azúcar mit Humboldt-Pinguinen und Kakteenfeldern
[*]Desierto Florido — die blühende Wüste in Jahren mit Winterregen
[*]Mina San José bei Copiapó, Ort der Rettung von 2010
[*]Valle del Huasco mit Vallenar, Alto del Carmen und den Pisco-Brennereien
[*]Parque Nacional Nevado Tres Cruces mit der Laguna Santa Rosa im Hochland
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Feste & Traditionen

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[*]Fiesta de la Candelaria in Copiapó Anfang Februar — die größte religiöse Feier der Region mit Tanzgruppen
[*]Fiesta de San Pedro der Fischer Ende Juni in Caldera und Chañaral
[*]Vendimia im Huasco-Tal zur Traubenernte
[*]Fiestas Patrias um den 18. September
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Wirtschaft & Chancen

Kupfer- und Goldbergbau, Landwirtschaft in den Tälern mit Tafeltrauben und Oliven, Fischerei und ein wachsender Tourismus an der Küste. Für Zugezogene realistisch sind Vermietung, Gastronomie und Dienstleistungen; der Arbeitsmarkt ist auf den Bergbau ausgerichtet.

Tipp

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[*]Die blühende Wüste ist nicht planbar — sie kommt unregelmäßig zwischen September und November, wenn im Winter genug Regen gefallen ist
[*]Fachärzte und größere Kliniken gibt es in Copiapó; wer an der Küste wohnt, sollte die Fahrzeit einplanen
[*]Frag bei einem Hauskauf nach der Wasserversorgung: Die Täler stehen seit Jahren unter Wasserstress
[*]Die Küste ist erdbeben- und tsunamigefährdet; sieh dir die Fluchtwege im Ort an
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