🇨🇱 Chile
Arica y Parinacota
- Hauptstadt: Arica
- Einwohner: 244.569
- Fläche: 16.873,3 km²
- Typ: Die Regionen
Die nördlichste Region Chiles, an der Grenze zu Peru und Bolivien, und eine der ungewöhnlichsten des Landes. Unten am Meer liegt Arica, eine Hafenstadt mit Palmen, Stränden und dem Felsen El Morro über der Bucht — sie nennt sich selbst die Stadt des ewigen Frühlings, und das ist keine Übertreibung: Es regnet praktisch nie, und die Temperatur bewegt sich das ganze Jahr zwischen achtzehn und sechsundzwanzig Grad. Von dort steigt das Land in wenigen Autostunden auf über viertausend Meter, in das Altiplano mit den Vulkanen Parinacota und Pomerape, dem Lauca-Nationalpark, Lamas und Alpakas und Dörfern mit weißen Kirchen. Hier lebt die Aymara-Bevölkerung, und in den Ortsnamen und auf den Märkten hört man ihre Sprache. In der Wüste dazwischen liegen die Fundstätten der Chinchorro-Mumien, die ältesten künstlich mumifizierten Toten der Welt, seit 2021 Weltkulturerbe. Für Zugezogene ist Arica eine Möglichkeit, wenn Wärme und trockene Luft gesundheitlich zählen — der Preis ist die Abgeschiedenheit: bis Santiago sind es über zweitausend Kilometer.
Charakter
Ewiger Frühling am Meer, Altiplano über viertausend Metern und dazwischen die trockenste Wüste der Erde.
Klima
An der Küste Wüstenklima mit Meereseinfluss: praktisch niederschlagsfrei, Tagestemperaturen ganzjährig zwischen 18 und 26 Grad, hohe Luftfeuchte und morgens oft Hochnebel. Im Altiplano dagegen extreme Höhenlage mit Nachtfrost das ganze Jahr und Sommerregen zwischen Januar und Februar, dem sogenannten bolivianischen Winter.
Budget & Lebenshaltung
Günstig im Vergleich zum Zentrum des Landes, sowohl bei Mieten als auch beim Alltag. Es fallen keine Heizkosten an, und das Klima spart Kleidung und Instandhaltung. Teurer wird es bei allem, was von weit her kommt — und das ist hier fast alles.
Deutschsprachige Community
Aymara-Gemeinden im Hochland, eine große peruanische und bolivianische Bevölkerung durch die Grenznähe und eine kleine, überschaubare Gruppe europäischer Zugezogener. Deutschsprachige Vereine und Schulen gibt es hier nicht — die nächsten liegen weit im Süden.
Sehenswürdigkeiten
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[*]El Morro de Arica mit Blick über Stadt und Pazifik
[*]Parque Nacional Lauca mit dem Lago Chungará vor den Vulkanen Parinacota und Pomerape
[*]Putre — Ausgangsort im Hochland auf 3.500 Metern
[*]Museo Arqueológico San Miguel de Azapa mit den Chinchorro-Mumien
[*]Valle de Azapa mit Oliven- und Mangoplantagen mitten in der Wüste
[*]Die Geoglyphen am Cerro Sagrado und im Lluta-Tal
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Feste & Traditionen
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[*]Carnaval Andino con la Fuerza del Sol im Januar oder Februar — der größte Karneval Chiles mit Tanzgruppen aus drei Ländern
[*]Machaq Mara im Juni — das Neujahrsfest der Aymara zur Wintersonnenwende im Altiplano
[*]Fiesta de San Pedro der Fischer Ende Juni
[*]Fiestas Patrias um den 18. September
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Wirtschaft & Chancen
Hafen und Grenzhandel mit Bolivien und Peru, Landwirtschaft in den Oasentälern Azapa und Lluta, Fischerei und Tourismus. Für Zugezogene ist der Arbeitsmarkt eng; realistisch sind Tourismus, Gastronomie und Vermietung.
Tipp
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[*]Fahr nicht an einem Tag von Arica nach Putre hinauf — die Höhenkrankheit ist hier ein ernstes Thema, plan eine Zwischenübernachtung ein
[*]Arica hat Klinik und Fachärzte, im Hochland gibt es nur kleine Gesundheitsposten
[*]Die Region liegt in einer der aktivsten Erdbebenzonen der Welt; sieh dir die Tsunami-Evakuierungswege in Arica gleich am Anfang an
[*]Der Grenzübergang nach Tacna in Peru ist eine gute halbe Stunde entfernt und wird von vielen für Einkäufe und Zahnbehandlungen genutzt
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