🇦🇷 Argentinien
Mendoza (Provinz)
- Hauptstadt: Mendoza
- Einwohner: 2.014.533
- Fläche: 148.827 km²
- Typ: Die Provinzen
Die Provinz Mendoza liegt im Westen Argentiniens an der chilenischen Grenze und zählt rund 2,01 Millionen Einwohner. Sie ist das Weinland Argentiniens: Rund zwei Drittel der Landesproduktion kommen von hier, und die Rebflächen ziehen sich von Luján de Cuyo über das Valle de Uco bis nach San Rafael im Süden. Im Westen steigt die Kordillere auf — mit dem Aconcagua, mit 6.961 Metern der höchste Berg außerhalb Asiens. Ohne Bewässerung wäre das alles Wüste; das Kanalsystem, das die Provinz grün macht, geht in seinen Grundzügen auf die Huarpe und die spanische Kolonialzeit zurück. Die Zahlen dieser Kachel umfassen auch Mendoza-Stadt, die eine eigene Kachel hat.
Charakter
Wein, Wasser und Berge. Alleen mit Platanen und offenen Bewässerungsrinnen prägen die Orte, dahinter Rebzeilen bis an den Horizont und darüber die schneebedeckte Kordillere. Der Rhythmus ist ruhiger als im Osten des Landes, mit Siesta am Nachmittag und langen, kühlen Abenden. Der Süden um San Rafael und Malargüe ist rauer und leerer, fast schon patagonisch. Über allem steht der Wein — als Wirtschaft, als Kultur und als Gesprächsthema.
Klima
Trockenes Halbwüstenklima mit rund 200 bis 300 Millimetern Niederschlag im Jahr und über 300 Sonnentagen. Sommer von Dezember bis Februar heiß mit 32 bis 38 Grad, aber trocken und mit kühlen Nächten. Winter mild bei 15 bis 18 Grad am Tag und Nachtfrost. Im Gebirge und im Süden ist es deutlich kälter, mit Schnee von Juni bis September. Im Sommer geht der Zonda nieder, ein heißer Fallwind, der Temperatur und Staub in wenigen Stunden hochtreibt.
Budget & Lebenshaltung
Die Provinz Mendoza liegt im Westen Argentiniens an der chilenischen Grenze und zählt rund 2,01 Millionen Einwohner. Sie ist das Weinland Argentiniens: Rund zwei Drittel der Landesproduktion kommen von hier, und die Rebflächen ziehen sich von Luján de Cuyo über das Valle de Uco bis nach San Rafael im Süden. Im Westen steigt die Kordillere auf — mit dem Aconcagua, mit 6.961 Metern der höchste Berg außerhalb Asiens. Ohne Bewässerung wäre das alles Wüste; das Kanalsystem, das die Provinz grün macht, geht in seinen Grundzügen auf die Huarpe und die spanische Kolonialzeit zurück. Die Zahlen dieser Kachel umfassen auch Mendoza-Stadt, die eine eigene Kachel hat.
Deutschsprachige Community
Eine europäische Einwanderungsgeschichte, die vor allem italienisch und spanisch geprägt ist — der Weinbau geht auf diese Familien zurück. Deutschsprachige gibt es in überschaubarer Zahl, dazu ein deutsches, ein österreichisches und ein Schweizer Honorarkonsulat in der Hauptstadt. Vereine oder eine deutsche Schule wie in Buenos Aires oder Córdoba gibt es nicht. Anschluss findet man über die Weinszene, die international ist, und über Sprachkurse.
Sehenswürdigkeiten
Die Weinstraßen von Luján de Cuyo, Maipú und dem Valle de Uco mit Hunderten Bodegas. Der Aconcagua-Provinzpark mit dem höchsten Berg Amerikas. Die Bergstraße Ruta 7 über Uspallata zur chilenischen Grenze und die Naturbrücke Puente del Inca. Der Cañón del Atuel bei San Rafael mit seinem Stausee. Die Laguna del Diamante mit dem Blick auf den Vulkan Maipo. Die Höhle Caverna de las Brujas bei Malargüe. Und das Skigebiet Las Leñas.
Feste & Traditionen
Die Vendimia, das Weinlesefest Anfang März, das größte Fest Argentiniens außerhalb des Karnevals — mit Umzügen, einer nächtlichen Bühnenshow im Amphitheater des Parque General San Martín und der Wahl der Weinkönigin. Dazu Erntefeste auf den einzelnen Weingütern, die Bergsteigersaison am Aconcagua von Dezember bis Februar und die Skisaison in Las Leñas und Los Penitentes im Winter.
Wirtschaft & Chancen
Wein, Obst und Gemüse unter Bewässerung, dazu Erdöl im Süden, Bergbau und ein starker Tourismus. Für Deutschsprachige realistisch sind Weintourismus und Reiseleitung, kleine Unterkünfte, Übersetzungen und Fernarbeit für europäische Auftraggeber — die Verbindung im Ballungsraum ist gut. Wer selbst in den Weinbau einsteigen will, sollte wissen, dass ein tragfähiger Betrieb hier Kapital, Wasserrechte und Geduld verlangt.
Tipp
Zwei Dinge prüfen, bevor du hier etwas kaufst. Erstens das Erdbebenrisiko: Mendoza liegt in einer aktiven Zone, die Stadt wurde 1861 vollständig zerstört — lass ältere Häuser fachlich beurteilen und frag bei der Versicherung ausdrücklich nach, ob Erdbebenschäden gedeckt sind, denn automatisch sind sie es nicht. Zweitens die Grenzzone: Der gesamte Westen der Provinz liegt im Streifen von 150 Kilometern zur chilenischen Grenze, dort brauchen Ausländer eine vorherige Genehmigung aus Buenos Aires.